Schneeschuhwandern... ein alter Hut oder neue Wintertrendsportart?

Diese Woche wurde die erste neue Schneeschuhtour mit beeindruckenden Fotos von einem unserer Top User eingegeben: von der Priesshütte aufs Koflernock! Für uns der Anlass, das Schneeschuhwandern mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wandern mit Schneeschuhen, dh wandern mit einer Art großem Netz unter den Füßen, um im Schnee nicht einzusinken, wird seit der Steinzeit praktiziert. War es doch die einzige Möglichkeit in harten Wintern und sehr schneereichen Gegenden, sich fortzubewegen. Doch in den letzten Jahren konnte man einen neuen Hype rund um die tellerförmigen flachen Schuhe, die mit Schlaufen rund um den eigenen Bergschuh geschnallt werden, erkennen. Ist es doch vor allem für diejenigen, die dem Skitourengehen nicht wirklich etwas abgewinnen können, eine herrliche Alternative, um auch im Winter in der Natur und in den Bergen unterwegs zu sein.
Doch worauf kommt es beim Schneeschuhgehen an? Was braucht man für eine Ausrüstung?
Das wichtigste, sagt ja auch schon der Name, sind die Schneeschuhe! Mittlerweile findet man im gut sortierten Fachhandel jede Menge unterschiedliche Modelle - je nachdem, in welchem Gelände man unterwegs ist und ob immer dieselbe Person die Schuhe trägt. Ist dies nämlich nicht der Fall, sollte man schauen, ob man sich Schneeschuhe zulegt, die Größenverstellbar sind. So kann man je nach Gewicht und Schneeverhältnissen die optimale Anpassung erreichen, ohne im Schnee einzusinken! Schneeschuhwandern muss übrigens nicht unbedingt ganz harmlos sein. Auch hochalpine Touren sind möglich: zu empfehlen sind hier Schneeschuhe mit spitzen Stahlstiften, harscheisenartigen Seitenschienen und guten Frontalzacken - ähnlich auch der Steigeisen, die bei Gletschertouren eingesetzt werden. In Kombination mit einem guten, wasserdichten Winter-/Berg- oder Wanderschuh und Skistöcken mit großen Tellern kann es auch schon losgehen. Zumindest in Gebieten, wo keine Lawinengefahr besteht. Denn da gilt: NICHT alleine unterwegs sein und eine funktionstüchtige Lawinenausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde) gehören auf jedenfall mit ins Gepäck!
Was macht nun aber den besonderen Charme des Schneeschuhwandern aus? Ist es doch eine wunderbare Möglichkeit, eine prachtvolle Schneelandschaft in mitten der Natur in vollen Zügen zu genießen und auch im Winter zu "wandern". Habt Ihr Schneeschuhwandern schon ausprobiert? Wo war eure schönste Tour? In Vorfreude auf den bevorstehenden Winter wünschen wir euch weiterhin viel Spaß am Berg!

Kommentare

C. K. hat gesagt…
Der Charme des Schneeschuhgehens liegt für mich an der Geschwindigkeit! Langsamkeit und Ruhe, aber dennoch körperlicher Anstrengung. So die alpine winterliche Landschaft genießen, die Natur voll in sich aufnehmen.
Schönste Touren für mich bisher im Unterengadin/Scoul/Guarda. 3000-er Gipfel und einsame Hochtäler!
Roman Datzberger (Datzi) hat gesagt…
Da ich immer fast nur zweitägige Schneeschuhtouren mache ist für mich die Natur und die Einsamkeit bei der Tour das wichtigste.Am schönsten ist die Tour beim optimalen Schneeverhältnissen, wie zum Bsp. Festen Untergrund und darauf eine Schicht Pulverschnee und wenn möglich soll der Vollmond auch noch scheinen. Natürlich sollten die Bäume neben dem Waldweg auch in Schnee gehüllt sein, sowie die Sonne soll noch das Licht und die Schatten werfen wo man so richtig die Stimmung von einen schönen Wintertag einfangen kann. (ich bin mir sicher das wünscht sich Schneeschuhgeher.)
Für mich ist fast immer bei jeder Tour noch ein Biwak angesagt. Nach dieser zweitägiger Tour hat man garantiert ein wunderschönes Erlebnis und Abenteuer erlebt!
Wenn man sich so ein Abenteuer nicht zutraut kann ich jeden empfehlen einmal die Schneeschutour so anzusetzen das man am späten Nachmittag die Tour erst ansteigt, um nach dem Gipfelsieg den Sonnenuntergang zu erleben. Der Abstieg erfolgt dann nach dem Sonnenuntergang mit der Stirnlampe!
Hier eignen sich hervoragend Touren
wo der Anstieg nicht länger als 1- 2Std tauern. (siehe Schneeschuhtour Prochenberg bei Alpintouren) Diese kurzen Touren findet man aber überall, es braucht kein Gipfel zu sein, es genügt eine Lichtung im Wald um die Stimmung von einen Sonnenuntergang einzufangen. Das einzige das man beachten soll man soll den Weg schon einmal gegangen sein oder man besitzt ein GPS und man soll sich den Nächtlichen Abstieg oder Rückweg auch selbst zutrauen. Am besten ist es bei einer solchen Tour wenn die Temperaturen under den -10°C liegen. Das knirschen des Schnee verleiht dann dieser Tour noch eine eigene Note. Einfach einmal aupropieren!
Fernblick hat gesagt…
Wirklich ein spannender Beitrag. Wir, vom Fernblick haben die Erfahrung gemacht, dass das Schneeschuhwandern zwar von vielen unterschätzt wird, aber immer mehr Fans bekommt. Wir selbst sind ausgebildete Schneeschuhwanderer, was den Gästen immer sehr gut gefällt.

Gerade Montafon, hoch in 1100 m Höhe ist prädestiniert.

Wichtig ist das richtige Schuhwerk und die Kleidung: nicht zu warm, aber auch nicht zu dünn....

Besonderer Effekt ist die Erholung dabei, durch den Ausblick auf die Berge und das "über den Dingen sein."

Liebe Grüße an alle Schneeschuhwanderer...vielleicht sehen wir uns ja mal im Fernblick in Montafon:-)

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