Touren mit Meerwert - Outdoorabenteuer am Wasser

Meer oder Berge? Diese Frage hat sich der eine oder andere von euch sicher schon einmal gestellt. Wie ihr beim nächsten Outdoorurlaub auf beides nicht verzichten muss, lest ihr in unserem heutigen Bericht. Denn wir haben einige Tourengebiete am Meer mal näher unter die Lupe genommen.

Skitouren in den Lyngen Alps


Norwegen ist aufgrund der wilden Landschaft und der geringen Bevölkerungsdichte sicher eines der Top-Gebiete für Outdoor-Liebhaber. Fast jeder Teil Norwegens eignet sich zum Wandern, Biken oder Campen in großartiger Umgebung. Die zahlreichen Fjorde und Flüsse laden zum Kajaken ein. Für abenteuerliche Skitouren eignet sich besonders Nordnorwegen. Die Lyngen Alps in der Nähe von Tromsø sind ein wahres Powder-Mekka. Schon die Anfahrt zu den Routen mit Boot oder Kajak lässt den Abenteuerpegel in die Höhe schießen. Die Berge sind dort vielleicht nicht gerade die höchsten, aber durch ihre Nähe zum Meer umso beeindruckender.

© Svein Petter Aagård - Visitnorway.com  

Die Lyngen Alps liegen am gleichnamigen Fjord um den 70. Breitengrad, über 300 km nördlich des Polarkreises. Obwohl hier der Skitourentourismus immer mehr zunimmt, begegnen dem Besucher unverspurte Hänge und ein beeindruckender Blick über das arktische Meer. Man ist hier oben noch weit weg von einem echten Skitourentourismus oder einem Massenansturm Marke Alpen. Zum Glück! Denn diese majestätischen, tief verschneiten Berge, das blaue Meer des Fjordes und das diffuse Sonnenlicht des Nordens machen den Reiz einer Skitour in den Lyngen Alps aus. Eine gewisse Einsamkeit gehört hier einfach dazu. Dank des Golfstroms sind die Temperaturen im Winter ähnlich wie bei uns in den Alpen. Die Hauptsaison für Skitouren konzentriert sich auf März bis Ende April bzw. Mitte Mai, wenn die Tage nach dem dunklen Winter wieder länger werden. Die Aufstiege sind zwar technisch nicht schwer, jedoch lange, da ein Gipfel mit beispielsweise nur 1.300 m direkt vom Meer begangen werden muss. In den meisten Fällen ist auch Spurarbeit zu leisten. Die Abfahrt mit Meeresblick entlohnt dann aber für den schweißtreibenden Aufstieg. Statt zum Parkplatz fährt man dann eben bis vor Zelt, Boot oder Kajak ab.

Die Lyngen Alps erreicht man am besten aus Tromsø. Von hier kann die Weiterfahrt organisiert werden. Zahlreiche Lodges stehen dem Skitourengeher zur Verfügung. Besonders Hartgesottene können natürlich auch die günstigere Variante wählen und im Zelt schlafen. Wie man es auch macht, schon allein beim Anblick des Fotos wird klar, dass ein Skitouren-Urlaub in den Lyngen Alps ewig in Erinnerung bleiben wird.


Kletterparadies Krabi


Vom hohen Norden geht es weiter nach Südostasien. Auf Unserer Reise zu faszinieren Outdoor-Gebieten am Meer machen wir Halt in Krabi, Thailand. Die Küste bei Krabi gilt Dank ihrer bizarren Kalkfelsen, die wie Nadeln aus dem Meer ragen, schon lange als Kletter-Hotspot. Ein angenehm warmes Klima, bester Kalk, türkisblaues Meer und weiße Sandstrände sind die Zutaten für einen unvergesslichen Kletteraufenthalt in Krabi. Vom Küstenort Krabi geht es mit dem Boot zu einer Halbinsel, auf der die Klettergebiete Railay Beach und Ton Sai Beach liegen. Ton Sai ist der für Backpacker und Kletterer preisgünstigere Ort mit einer relaxten Atmosphäre. Beide Klettergebiete liegen nicht weit voneinander entfernt. Man hat die Wahl zwischen einem 20 minütigen Fußmarsch oder einer kurzen Bootsfahrt. An beiden Stellen finden Kletterer zahlreiche Ein- oder Mehrseillängenrouten direkt am Meer. Der Ausblick von oben ist atemberaubend. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Deep Water Solo versuchen oder eine der Insel vorgelagerten Felsnadeln erklettern – die wohl bekannteste ist der Ao Nang Tower.

Alleinreisenden sei gesagt, dass sich besonders auf Ton Sai eine internationale Kletterszene trifft. Man findet also leicht einen Kletterpartner oder kann auf den Aushangtafeln am Weg zum Stand nach solchen suchen.

Die Kalkfelsen auf Ton Sai Beach
© G. Niederhuber


Die hohe Luftfeuchtigkeit ist allerdings eine Herausforderung beim Klettern. Reichlich Flüssigkeit und eventuell Pausen in der Mittagshitze helfen dabei. Auf den Moskitoschutz sollte man hier auch nicht vergessen. Ansonsten ist ein Kletterurlaub in Krabi eine entspannte Angelegenheit, in paradiesischer Umgebung und in den Monaten ab November eine willkommene Fluchtmöglichkeit für Wintermuffel.


Blick über Railay und Ton Sai © G. Niederhuber


 Kajaken und wandern am Ende der Welt


Wir reisen weiter, so ziemlich ans andere Ende der Welt. Neuseeland lässt für Outdoorabenteurer keine Wünsche offen. In diesem Land finden sich abwechslungsreiche Landschaftsformen auf kleinstem Raum. Man kann am selben Tag über den Gletscher des Mount Cook (3754 m) wandern und abends einen Sonnenuntergang am Meer genießen. Im Land der weißen Wolke, wie die Maoris ihre Heimat nennen, gibt es viele Möglichkeiten um beim Outdoorsport dem Meer ganz nahe zu kommen.

Einsame Bucht im Abel-Tasman-Nationalpark
© G. Niederhuber

Eine schöne Mischung bietet der Abel-Tasman-Track, der sich auf der Südinsel befindet. Der rund 50 km lange Wanderweg führt direkt entlang der Küste, vorbei an malerischen Buchten mit weißem Sandstrand, sattgrünem Regenwald und einer reichen Tierwelt. In den Buchten sind nicht selten zahlreiche Seelöwen zu sehen. Durchschnittlich 3 bis 5 Tage dauert die Wanderung, die in Nelson beginnt. Die Steigungen sind moderat, die Wege breit angelegt und gut markiert. Hier geht es auch nicht um sportliche Höhenmeter, sondern vor allem um ein Naturerlebnis inmitten einer Landschaft, die, besonders für Europäer, nicht alltäglich ist. Teilweise führt der Weg direkt am Strand entlang und man muss aufpassen, dass bestimmte Buchten genau zur Ebbe erreicht werden, da sie sonst nicht passierbar sind. Unterwegs gibt es Hütten oder Campingplätze, die aber vor allem in der Hauptsaison vorab gebucht werden müssen.

Eine abenteuerliche Variante des Tracks ist die Befahrung mit dem Seekajak. Die Wasserwege entlang der Küste sind nach einem Probetag mit etwas Geschick und Armkraft durchaus zu bewältigen. So hat man auch noch die Möglichkeit die vorgelagerten kleinen Inseln zu besuchen, auf denen sich zahlreiche Seelöwen tummeln. Zum Übernachten paddelt man an den Strand und hat dort die Möglichkeit zu campen oder die nächste Hütte zu erreichen. Wer keine Zeit für den gesamten Track hat, sollte zumindest eine Tagestour einplanen um diese herrliche Landschaft nicht zu verpassen.


Wer von euch schon in diesen Regionen war und Tourentipps hat, kann uns gerne schreiben, Touren auf alpintouren.com eintragen oder einen Kommentar hinterlassen. Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte.





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