Auf die Felle, fertig, los!


Beim Anblick der derzeitigen Schneelage steigt die Freude auf die nächste Skitour und man sieht sich schon in Gedanken durch hüfthohen Pulverschnee wedeln. Doch bevor die Abfahrt genossen werden kann, muss man zuerst einmal rauf auf den Berg. Fast selbstverständlich werden die Tourenfelle montiert – ein Mittel zum Zweck? Natürlich ja, doch warum man trotzdem auf seine Felle achtgeben soll, lest ihr in unserem Ausrüstungstipp.

Vielleicht kennt ihr die Situation: Nach einigen Malen auf- und abfellen auf Tour will der Kleber nicht mehr so richtig haften und der Aufstieg wird zur Geduldsprobe. Spätestens dann, wenn die Zuverlässigkeit der Felle einmal nachlässt, weiß man, warum sie erfunden wurden. Es ist nämlich sehr mühsam und zermürbend ohne sie voranzukommen.

Mit der richtigen Pflege und Lagerung von Tourenfellen kann die Lebensdauer des Klebers aber deutlich erhöht werden. Denn dieser ist für die Haftung der Felle am Ski verantwortlich und letztlich auch für den sorgenfreien Aufstieg. So sollte das Fell auch nach mehrmaligen Auf- und Abfellen auf einer Tour noch gut haften. Ist das nicht mehr der Fall, muss der Kleber erneuert werden.

Tourenfelle sollen niemals zu starker Wärme ausgesetzt werden, denn das schadet dem Kleber. Eine Trocknung am Heizkörper oder Ofen ist daher nicht ratsam. Besser sind die Felle in einem dunklen Raum über einer Wäscheleine aufgehoben, wo sie bei Zimmertemperatur trocken. Danach werden sie mit Schutzfolie oder –netz im Fellsack eingelagert.

Grobe Verschmutzungen am Kleber, wie zum Beispiel Nadeln von Bäumen, lassen sich vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Ist der Kleber zu stark verschmutzt und haftet einfach nicht mehr, sollte er erneuert werden. Ob man dazu die Tourenfelle zum Fachhändler bringt oder selbst Hand anlegt, ist eine Frage des Geldes, der Geduld und der Ausrüstung. Denn bevor der neue Kleber aufgetragen werden kann, muss zuerst der alte mit Heißluft und Spachtel entfernt werden. Hier gibt es auch je nach Fell und Kleber unterschiedliche Methoden, die man am besten direkt beim Hersteller erfragt.

Ganz einfach lassen sich die Felle imprägnieren, denn ähnlich wie bei Outdoorbekleidung ist es wichtig, dass das Wasser an den Fellen abperlen kann und sich nicht ansaugt. Besonders bei nassem Schnee oder im Frühjahr kann das sonst ziemlich lästig sein. Das Imprägnieren verhindert außerdem das Festklumpen von Schnee an den Fellen. Hier gibt es unterschiedliche Produkte (Spray oder Wachs), die aber alle einfach aufgetragen werden können.

Auch für unterwegs gibt es Hilfe in Form von Haftkleberpads und Haftklebersprays. Beide Produkte werden auf jene Stellen, wo der Kleber nicht mehr hält, angebracht oder aufgesprüht und sorgen für ein Weiterkommen auf der Tour. Ein starkes Tape hilft in Notfall auch. Also nichts wie rein damit ins Erste-Hilfe-Set für die Ausrüstung.

alpintouren-Tipp: Bitte informiert euch beim Hersteller, welche Produkte für eure Felle empfohlen werden.

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