USA alpin

Bestimmt habt ihr den Gastbeitrag von Roman Datzberger zur Faszination Biwak Touren gelesen. Diese Woche berichtet der Top User Andreas Koller von seiner heurigen USA-Reise und hat tolle Tipps sowohl für Alpinisten und Wanderer, aber auch für Bummler und Familien.
USA - Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das scheint auch bezüglich Freizeitgestaltung und Bergtouren zu gelten. Natürlich haben die USA viel mehr zu bieten als Gipfel um Gipfel, aber gerade der alpine Teil ist unbeschreiblich vielfältig. Die zahlreichen Tourengebiete umfassen etwa die Appalachen im Osten des Landes, die Rocky Mountains in Colorado, Wyoming, Montana oder etwa die Sierra Nevada in Kalifornien, um nur einige Regionen zu nennen.

Nach zwei Reisen in den Westen der USA begann die Reise diesmal im Osten, in New York. Der Weg nach Colorado ist dann sehr weit, aber auch zwischendurch gibt es fantastische und interessante Gebiete wie etwa in South Dakota. Die vielen Touren, die ich bei Alpintouren aus den USA eingegeben habe, beziehen sich natürlich hauptsächlich auf die heurige Reise, doch habe ich auch bereits Touren früherer Reisen eingegeben. Insgesamt umfasst somit das Tourenangebot aus den USA eine weite Streuung. Außerdem habe ich versucht für jeden etwas anzubieten, z.B. auch Stadtwanderungen (New York), einen Themenpark für die ganze Familie (Busch Gardens), einen Bummel durch Mitchell (South Dakota) oder die Strandwanderung in Virginia Beach.

Alpinistisch betrachtet, liegt der Schwerpunkt der Touren natürlich in den Rocky Mountains Colorados. Der Staat wimmelt nur so von prachtvollen 4000ern, die darauf  warten, bestiegen zu werden. Einige von ihnen habe ich bestiegen und bei Alpintouren veröffentlich. Die Amerikaner zählen ihre Gipfel allerdings nicht nach 4000ern, sondern Fourteeners (14000er), wobei 14000 Fuß schon eine Höhe von 4267m bedeutet. Alleine in Colorado gibt es an die 60 Fourteeners. Zählt man nun die Gipfel dazu, die unter 14000 Fuß liegen, trotzdem aber über 4000m aufragen, wird man wahrscheinlich auf eine Zahl weit jenseits der 100er-Marke kommen. Zum Vergleich: Die Alpen haben mit viel Augenzudrücken 90 Viertausender (nach UIAA-Liste). In Bezug auf Klettersteige hinken die USA aber dem europäischen Vorbild deutlich nach. Nur etwa zehn bis zwölf Klettersteige gibt es in den USA. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele Gebiete in Privatbesitz sind (auch die hier vorgestellte Via ferrata Nelson Rocks in West Virginia). Daher muss man entweder eine Gebühr für den Klettersteig zahlen und eventuell auch einen Guide mitnehmen (ist sicher auch eine Absicherung gegen eventuelle Klagen bei Unfällen).

Via Ferrata - Nelson Rocks
© Andreas Koller

Die wenigen Klettersteige sind jedoch grandios, abwechslungsreich und sehr exponiert. Die Bauart ist dabei die der Westalpen (französischer Stil), mit lockerem Seil, das nur zur Sicherung dient. Geklettert wird nur am Fels (Tritte und Griffe) oder über Klemmen (etwa auch in den Pyrenäen, Spanien, Andorra). D.h., man konzentriert sich nur auf das Klettern selbst und kümmert sich nur an den Umhängpunkten um die Karabiner .

Zusammenfassend habe ich versucht, viele verschiedene Touren für den Alpinisten, Wanderer, Bummler und für Familien einzugeben. In jedem Fall sind die USA immer eine Reise wert.


Wart ihr schon einmal in den USA unterwegs und habt die eine oder andere Tour gemacht? Berichtet uns doch in den Kommentaren von euren Erfahrungen oder eurer Meinung zu diesem Beitrag. Wir freuen uns darauf ;)

Weitere Touren von Andreas Koller findet ihr übrigens auf Alpintouren.com unter dem Suchbegriff Koller. Die USA Touren sind über die Tourenübersicht nach Regionen gut zugänglich und werden von Andreas Koller in der nächsten Zeit auch noch um einige Touren ergänzt ;)

Wenn auch ihr einmal einen Gastbeitrag hier im Alpintouren Blog schreiben wollt oder generell Themenanregungen habt, sagt mir einfach Bescheid ;)

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