Dienstag, 9. Dezember 2014

Berg- und Kulturreise in die Türkei mit Ararat (5137m) und nach Georgien mit Kazbek (5047m)

Die Türkei und der Ararat (5137m)

Wer in die Türkei reist, macht dies hauptsächlich, um einen Badeurlaub am östlichen Mittelmeer in den bekannten Orten zu verbringen. Einige verschlägt es auch nach Istanbul, um die pulsierende Stadt am Goldenen Horn zu besuchen.

Eine Handvoll Berg- und Kulturbegeisterter verschlägt es ganz in den Osten des Landes, ins Kurdenland, ins Dreiländereck Türkei, Iran und Armenien. Die Anreise in das ausgesprochen interessante Gebiet erfolgt via Istanbul nach Van am gleichnamigen See.


Von Mitteleuropa aus bedienen ein paar Linien diese Strecke, wobei wahrscheinlich die Turkish Airlines am günstigsten im Preis und mit der Verbindung sind, vor allem da es dann nach Van wohl mit einer Partner-Airline weitergeht. Istanbul bedienen von Wien aus auch Austrian Airlines und von Deutschland Lufthansa. Zu beachten ist, dass in Istanbul eventuell vom europäischen Flughafen zu jenem im asiatischen Teil gewechselt werden muss. 

Ein Grund mehr, zum Auftakt ein paar Tage in Istanbul zu verbringen.
Nicht nur der alles überragende Ararat sollte auf dem Programm stehen, es empfiehlt sich auch die Umgebung samt Kultur und historischem Hintergrund zu besuchen. 

Da gibt es einmal die Insel Ahtamar im Vansee oder den Ishak Pasha Palace nahe Dogubayazit, weiter nördlich die Ruinen von Ani an der Grenze zu Armenien. Ebenso lohnenswert ist auch ein gemütlicher Bummel durch die größte Stadt am Ararat, nämlich Dogubayazit. Dort hat man von vielen Punkten aus ein tolles Panorama auf den schneebedeckten Ararat. Spätestens beim ersten Anblick des behäbigen Bergklotzes macht sich in einem der Wunsch breit, den Gipfel zu erreichen, sofern man nicht ohnehin mit der Absicht gekommen ist, den Berg zu besteigen.

Auch wenn der Große Ararat im Fokus steht, so kann man schon am Vansee schöne Touren machen. Hier bietet sich etwa der doch anstrengende Mount Süphan (4058m) an, der mit einem Vansee-Panorama punktet. Wer in unmittelbarer Nachbarschaft des Ararat eine Tour sucht, wird im Kleinen Ararat (3926m; türkisch Küçük Ağrı Dağı) fündig.

Die Besteigung des Großen Ararat (türkisch Büyük Ağrı Dağı) erfordert je nach Akklimatisation vier bis fünf Tage, wobei 3000 Höhenmeter zu bewältigen sind. Am ersten Tag wird man von Dogubayazit im halbwegs geländegängigen Kleinbus zum Ausganspunkt gebracht. Von Cevirme (2150m) wandert man dabei gemütlich ins Base Camp (3360m), das schwere Gepäck wird von Pferden getragen. Hier steht die erste Zeltnacht bevor. Wer noch nicht 100% akklimatisiert ist, steigt am nächsten Morgen mit leichtem Marschgepäck ins Camp 2 auf 4150m auf, wo man sich schon sehr nahe am ersehnten Gipfelziel wähnt. 

Nach einem kurzen Aufenthalt steigt man wieder ins Base Camp ab, wo man noch eine Nacht verbringt, ehe man am nächsten Tag mit frischen Kräften erneut zum Camp 2 aufsteigt. Die folgende Nacht ist kurz. Zwischen 1:00 und 2:00 Uhr wird normalerweise aufgebrochen, wobei man im Schutt und Blockwerk lange mit Stirnlampe geht. Wenn man den ersten Schnee des Gletschers erreicht, hat man praktisch den steilsten Abschnitt hinter sich und man wandert in etwa 30 - 45 Minuten über das Gletscherdach zum höchsten Punkt mit Stange und Gebetsfähnchen. 

Bei guten Schneeverhältnissen kann man sogar auf die Steigeisen verzichten, im Rucksack sollte man sie in jedem Fall haben. Der Aufstieg auf den höchsten Berg der Türkei erfordert – je nach Kondition und Akklimatisation – 4 bis 6/7 Stunden. Unterschätzen darf man dabei nie die Höhe – immerhin 5137m – und die klimatischen Bedingungen. Hat man unten im anatolischen Hochland um die 30°C oder mehr, kann es am Ararat bitter kalt werden, besonders wenn man im Nebel steht und der Wind stark bläst. 

Solche Bedingungen drücken dann auch auf die Psyche. Im Normalfall steigt man nach einer verdienten Gipfelpause ins Camp 2 ab, rastet dort, erholt sich, um dann weiter ins Base Camp zu gelangen. Zufrieden nächtigt man dort noch einmal im Zelt, ehe es am nächsten Morgen hinunter zum Ausgangspunkt geht.
Der Ararat ist auch als Skitour zu machen (beste Zeit April – Mai).

Zurück in Dogubayazit muss man sich entscheiden, wie die Reise weitergehen soll. Dabei stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Heimflug, Weiterreise nach Iran mit Besteigung des Demawand (5671m), Weiterreise nach Georgien mit Besteigung des Kazbek (5047m) und von Tbilisi heim oder man hängt auch noch den Elbrus (5643m) in Russland an und fliegt von Moskau zurück nach Österreich.

Georgien und der Kazbek (5047m)

Wie auch immer man nach Tbilisi reist, die Hauptstadt Georgiens ist wohl der Ausgangspunkt jeder Unternehmung in dem kleinen Kaukasusland. Entweder man kommt direkt aus Österreich oder Deutschland (Flüge mit Turkish Airlines via Istanbul, Lufthansa von Deutschland aus), oder man hat eine Kombination mit dem Ararat vor. Im zweiten Fall reist man wahrscheinlich in einem Kleinbus von Ostanatolien nach Norden, kann auf der Strecke die Ruinenstadt von Ani mitnehmen und erreicht dann von Südwesten her Tbilisi, Georgiens quirlige Hauptstadt, die nicht nur viel Kultur, sondern auch pure Unterhaltung, tolle Lokale und einfach ein nettes Ambiente liefert. 

Die Stadt zu entdecken macht wirklich Spaß, für Unterhaltung am Abend ist auch gesorgt. Man sollte allerdings bedenken, dass es im Hochsommer sehr heiß werden kann. In unmittelbarer Umgebung von Tbilisi gibt es noch mehr kulturelle Höhepunkte wie etwa Mzcheta, die alte Hauptstadt des Landes. Sie hat 7.423 Einwohner (Stand 1. Januar 2005) und liegt nur wenige Kilometer nördlich von Tiflis am Zusammenfluss der Flüsse Kura und Aragwi im Großen Kaukasus. Sie war die mittelalterliche Hauptstadt Georgiens und ist ein religiöses Zentrum des Landes. Die Kulturdenkmäler von Mzcheta gehören zum UNESCO-Welterbe.

Die archäologischen Forschungen belegen, dass die Stadt seit über 3.000 Jahren existiert. Mzcheta ist eine Schatztruhe für Archäologen. Die in ihrer Nähe ans Tageslicht gelangten Funde stammen aus einer Zeit, als das Mittlere Ägyptische Reich und Babylon im Zenit ihres Ruhmes standen. Fast 1.000 Jahre, bis zum 6. Jahrhundert, war Mzcheta Hauptstadt des iberischen Reichs, neben den Königreichen Kolchis an der Schwarzmeerküste und Kartlien, ein Vorgängerstaat des heutigen Georgien.
Die Reise in den georgischen Kaukasus ist ebenfalls faszinierend und führt auf der alten Heeresstraße (E117), die Georgien mit Russland verbindet, nach Nordwesten. Via Gudauri, einem von österreichischen und schwedischen Investoren errichtetes Skiresort auf 2196m, geht es auf den Kreuzpass (2379m) mit herrlicher Aussicht in die umliegende Bergwelt. 

Nach Norden geht es dann hinab in das 1700m hoch gelegene Stepantsminda (Stepanzminda) am Fuße des Kazbek. Erste Erkundungstouren können in das kleine Bergmuseum des Ortes oder als Wanderung zur Gergeti Sameba Kirche (2150m) führen. Sowohl vom Ort selber als auch vom kleinen Kirchlein hat man einen gewaltigen Blick auf den Kazbek, Gipfelziel der nächsten Tage.
Die Anforderungen am Kazbek liegen deutlich über jenen am Ararat, aber sind auch höher als die am Elbrus in Russland. So steiles Eis wie in der Gipfelflanke am Kazbek gibt es bei den anderen kombinierbaren Bergen nicht. Von der Gergeti Sameba Kirche rechnet man mit 3000 Höhenmetern zum Gipfel, startet man in Stepantsminda kommen nochmals 400 Höhenmeter dazu. Also wird jeder Bergsteiger danach trachten, sich mit einem geländegängigen Fahrzeug auf der holprigen Straße hinauf zur Gergeti Sameba Kirche bringen zu lassen. Auch von hier ist es noch weit bis zum Gipfel. 

Der erste Abschnitt ist der Anstieg zur Bethlemi Hütte (auch Betlemi Hütte). 
Vom Gergeti Kirchlein bis zum Arsha Pass (2940m) ist die Tour eine wunderschöne Wanderung, die für jeden machbar ist. Auch die Querung mit leichtem Höhenverlust zu einem Zeltplatz ist kein Problem. Doch dann wird das Gelände deutlich alpiner. Im Moränenschutt des Gergeti Gletschers geht es zum ortographisch rechten Rand der Eiszunge. Je nach Verhältnissen benötigt man am Gletscher Steigeisen, obwohl die Neigung moderat ist (bei Blankeis unbedingt notwendig). Glaubt man die Gletscherzunge überquert zu haben, weil man sich im Sand und Schutt befindet, irrt man sich gewaltig. Auch unter den Ablagerungen sind Spalten zu finden. Erst wenn man im Schutt und Blockwerk unterhalb der Bethlemi Hütte steht, kann man fürs Erste entspannen.

In 45 Minuten geht es dann steil und mühsam zur Hütte hinauf.
Die Bethlemi Hütte – Komfortverzicht wird angekündigt, was jedoch reichlich untertrieben ist. Auf zwei Plätzen müssen sich vier Personen zusammenquetschen, an den Wänden befindet sich Schimmel. So lernt man wenigstens unsere Alpenhütten schätzen, die die reinsten Luxusherbergen gegen die Bethlemi Hütte sind. Immerhin ist es in dieser warm – wohl auch, weil sich so viele Menschen auf wenig Platz zusammendrängen. Die sanitären Einrichtungen (darf man diese überhaupt so nennen?) sind einfach unter jeder Kritik. Trotzdem nimmt man alles in Kauf, um den Kazbek zu besteigen.

Gergeti Sameba Kirche (© Andreas Koller)

Zwischen 1:00 und 1:30 Uhr geht es am nächsten Morgen los, indem man mit Stirnlampe im Moränenschutt und Blockwerk zum Mittelteil des Gergeti Gletschers quert. Irgendwie ist man froh, wenn man das Eis erreicht, aber es ist noch dunkel. So muss man sich nur im Schein der Stirnlampen den Weg über den mit Schutt und Felsen bedeckten Gletscher suchen (Achtung: eher am ortographisch linken Rand aufsteigen – nicht in die Mitte des Eisstromes queren). Noch im Aufstieg zu einem Schneesattel (= Grenze zu Russland) geht die Sonne auf. Spätestens ab diesem Zeitpunkt weiß man, warum all die Mühen, die schlaflosen Nächte auf sich genommen hat. Am Sattel selbst empfiehlt es sich, eine ausgiebige Rast zu machen und sie Gletscherwelt des Kaukasus zu bewundern. Gestärkt traversiert man zu den steilen Nordwestflanken des Kazbek

Man hat den Berg praktisch von Osten kommend umrundet, um die einzige Schwachstelle auszunutzen. Spätestens ab hier muss man Steigeisen anlegen, denn es wird wirklich steil. Plötzlich steigt man dann auf einer eisbedeckten Schulter (4900m) aus und hat ein tolles Panorama. Die letzten 150 Höhenmeter könnten nun noch Kopfschmerzen bereiten. Ist Blankeis in der Gipfelflanke, so muss unweigerlich mit Eisschrauben gearbeitet werden. Bei guten Schneeverhältnissen steigt man die an die 45° steile Flanke zwar schnaufend, jedoch recht zügig zum Gipfel hinauf. Ein gewaltiges Panorama wartet dort auf den Bergsteiger. An klaren Tagen reicht der Blick vom Elbrus bis zum Ararat oder gar Demawand. Jetzt hat sich der 6 – 8-stündige Anstieg von der Bethlemi Hütte wirklich ausgezahlt.

Nachdem man die Aussicht genossen und sich ordentlich gestärkt hat, folgt die Konzentrationsübung des Abstiegs in der Steilflanke (Achtung: man ist nach dem langen Aufstieg schon ein wenig müde). Ein langer Gletschermarsch wartet dann noch von der Schulter bis zur Bethlemi Hütte. Obwohl man weiß, dass man noch einmal zusammengepfercht in der Hütte übernachten muss, ist man erstaunlicherweise doch froh, die Unterkunft für die Nacht zu erreichen. Am nächsten Morgen geht es dann gemütlicher zu, wenn der Abstieg zur Gergeti Sameba Kirche ansteht. Trotz der Mühen und Entbehrungen ist der Kazbek ein gewaltiges Erlebnis und bergsteigerisch eindeutig über Elbrus, Demawand und Ararat zu stellen.

Der Kazbek wird auch mit Skiern bestiegen (beste Zeit Mai – Juni).
Wer nach der Kazeb-Besteigung die bergsteigerischen Ambitionen erfüllt hat, wird nach Tbilisi zurückkehren, dort vielleicht noch ein paar Tage entspannen und dann nach Österreich zurückkehren. Allerdings ist es auch nicht mehr weit zum Elbrus, die georgisch-russische Grenze ist nah und dieser Gipfel auch verlockend.
Eine weitere Überlegung wert ist auch, noch andere Gipfel im georgischen Kaukasus zu erklimmen.
© Andreas Koller

Donnerstag, 13. November 2014

Anleitung: Wie kannst du bei deiner Tour Videos einbetten?

Seit gut einem Jahr haben User bei unserem Tourenportal die Möglichkeit, Videos direkt bei ihren Touren einzubinden. Dies wurde gut angenommen. Leider gibt es manchmal Probleme bei der Verlinkung.
Wir möchten kurz zeigen, welche Einstellungen bei der Tourenerfassung wichtig sind:

  • Feld Videotitel – Quellenangabe: Vergib hier deinem Video einen kurzen aber aussagekräftigen Titel.
    Beispiel: Skitour Monte Re (Sella Nevea)
  • Feld Link zum Video: Setze den Link zur Plattform, auf der dein Video steht.
    Zum Beispiel Youtube, Vimeo, dein Blog, deine Homepage, etc.

    Vorsicht: Der Link muss richtig gesetzt werden:

    Beispiel: Video-Link auf Youtube  https://www.youtube.com/watch?v=d3CgpMPaTa0
    Beispiel: Video-Link für Alpintouren https://www.youtube.com/embed/d3CgpMPaTa0

    Entweder den richtigen Youtube-Link verwenden oder manuell anpassen

© Stefan Wernig
Das Video ist in der Tour http://www.alpintouren.com/de/touren/ski/tourbeschreibung/tourdaten_28313.html eingebunden.
Bitte auf aktuelle Lawinenwarnhinweise achten! 


© Datzi
Das Video ist in der Tour http://www.alpintouren.com/de/touren/wandern/tourbeschreibung/tourdaten_28044.html eingebunden.



Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wandern in den Berchtesgadner Alpen: Von Hinterbrand auf Pfaffenkegel (1837 m) und Jenner (1874 m)

Die Anreise erfolgt aus Richtung Obersalzberg über Scharitzkehl bis zu einem Parkplatz in Hinterbrand.
Von dort zur Abzweigung Richtung Mittelstation der Jenner Seilbahn. Den Steig mit Holzstufen entlang, dieser führt über die Krautkaseralm zur Bergstation Krautkaser hinauf. Danach der Skitrasse östlich um den Kleinen Jenner herum folgen zur Mitterkaseralm. Anschließend den Graben zwischen dem Hohen Brett und dem Verbindungsgrat Pfaffenkegel – Jenner entlang wandern.
Weiter gehts oberhalb vom Bachbett aufwärts, Bachgraben überqueren und weiter über freie Wiesenhänge aufsteigen auf das Hohe Brett. Nach rechts auf dem Kamm etwas auf und ab, folgen bis man erstmals etwas tiefer stehend das Gipfelkreuz vom Pfaffenkegel sieht.

Foto: © Manfred Karl
Insgesamt handelt es sich um einfache Wanderung, die auch bei etwas unsicherem Wetter oder am Nachmittag durchgeführt werden kann, teilweise auf nicht markierten, aber stets deutlichen Steigen. Leichte Klettersteigeinlage am
Pfaffenkegel.
Tourenbeschreibung: http://www.alpintouren.com/de/touren/wandern/tourbeschreibung/tourdaten_28337.html 


Mittwoch, 20. August 2014

Unterwegs im Hochschwabgebiet

Das Hochschwabmassiv bietet auch dem wiederkehrenden Wanderer viel Abwechslung und Neues. Ob Klettertour, Wanderung oder kurzer Abstecher von der Hütte, Top-User Wolfgang war unterwegs und hat diese interessanten Touren zum Nachmachen eingegeben.

Für Kletterer: Domeniggweg durch die Hochschwabsüdwand 
Diese Kletterroute durch die beeindruckende Hochschwab-Südwand führt zwar durch leichten Fels, erfordert aber Erfahrung in der alpinen Absicherung (wenige Bohrhaken).

© Wolfgang Lauschensky. Domeniggweg 

Schwierigkeit: UIAA III-
Zustieg: 3 Stunden
Kletterzeit: 1,5 Stunden
Klettermeter: 250
Kleiner Schwab 2.248m, Hochschwab 2.27 m








Für Wanderer: Ringkamp 2.153 m über Jägermayersteig
Wanderung auf einen stillen Gipfel. Am Ziel zeigt sich der Hochschwab von seiner abwechslungsreichen Seite mit herrlichen Tief- und Ausblicken.

Gehzeit: 5 Stunden
© Wolfgang Lauschensky. Steinbockkolonie
Höhenmeter: 1.300 m

Charakter: Einfache aber lange Wanderung auf einen Nebengipfel des Hochschwabmassivs. Weglos, aber markiert ist der unschwere Gipfelanstieg.








Für Genießer: Eismauer 2.194 m vom Schiestlhaus

© Wolfgang Lauschensky. Schiestlhaus
Wer im Schiestlhaus übernachtet, sollte sich diese kurze Tour nicht entgehen lassen. Besonders empfehlenswert ist die Wanderung um Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu bestaunen. 

Gehzeit: 15 Minuten
Höhenmeter: 50
Charakter: einfach





Vielen Dank an den Autor der Touren.

Montag, 18. August 2014

BeACHTlicher Charity-Trail-Run

8 Gipfel der Gefühle – Extremsportler Klaus Gösweiner überwindet 8.160 Höhenmeter für karitativen Zweck:

Der Extremsportler und Dynafit-Athlet - hat es wieder einmal geschafft. Nach exakt 16 Stunden und 20 Minuten überquerte Klaus Gösweiner am Schlossplatzfest in seiner Heimatgemeinde Haus im Ennstal die Ziellinie: völlig durchnässt und verdreckt, im Gesicht etwas blass und um Worte ringend.

Hinter ihm liegen außerordentliche Eindrücke und unglaubliche Strapazen auf insgesamt 80 Kilometern Wegstrecke. Sein Weg führte ihn von der Talstation Hauser Kaibling über die Gipfel der Schladminger 4-Berge Skischaukel, bis zur Talstation der Reiteralm in Gleiming um dort wieder kehrt zu machen.

Die Idee seines Vorhabens stammt noch aus dem Winter, als er die gleiche Strecke bereits mit Tourenski erfolgreich bewältigte. Die Strecke im Sommer ist unbarmherziger: Aufgrund der verwinkelten Trails und den kräftezerrenden Streckenabschnitten bergab ist sie wesentlich länger und härter. Hinter diesem Projekt steht ein karitativer Gedanke, dem viele namenhafte Sportler wie Philipp Schörghofer, Christian Hoffmann, Michael Kurz oder Markus Stock folgten.


Am Freitag, 15. August, fiel um 02.00 Uhr nachts der Startschuss zum Sturm auf die 8 Gipfel. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können: kühle Temperaturen, ein sternenklarer Himmel und kein Niederschlag in Aussicht. Klaus Gösweiner steht mit seinen ersten beiden Begleitern, dem jungen Toni Pilz und dem dreifach Triathlon Weltmeister und guten Freund Wolfgang Erhart, an der Talstation Hauser Kaibling bereit, um in die finstere Nacht los zu starten. Nur die Stirnlampen leuchteten ihnen den Weg über die steilen Skipisten und Trails, insgesamt 1.287 Höhenmeter Richtung Gipfel des Hauser Kaiblings. „Das Tempo war von Beginn an perfekt und es herrschte eine richtig geile Stimmung“, so der Extremsportler, der sichtlich verblüfft über die erste Zwischenzeit von 1:15 bis zum ersten Gipfel war.

Den gefürchteten Steilhang des Zielstadions der Planai erreichte die Gruppe noch in völliger Dunkelheit und damit fast 30 Minuten früher als ursprünglich geplant. Zurück im Tal auf 745 Höhenmeter wurden die Begleiter durch Bergläufer Markus Stock und Langläufer Christian Gamsjäger abgelöst. Der Weg führte die Läufer nun direkt durch den Schladminger Ortskern, weiter entlang am nebeligen Talbach, bis es dann wieder steil bergauf bis zum Hochwurzen Gipfel auf 1.852m ging. „Wir kamen aus dem Nebel heraus und blickten hinter uns, als gerade die Sonne über dem Wolkenband aufging“, schilderte Markus Stock die Erlebnisse. „Die Sonne tat zu diesem Zeitpunkt richtig gut und gab uns einen zusätzlichen Energieschub“.



Am dritten Talpunkt in Pichl übergab Markus Stock dann an den ehemaligen Olympiasieger im Langlauf, Christian Hoffmann, der Klaus Gösweiner spontan gleich zweimal auf den Reiteralmgipfel hin und zurück begleitete. Inzwischen war in Gleiming am letzten Talpunkt der Strecke auch der Skibergsteiger und Läufer, Andreas Ringhofer, eingestiegen. Beide waren verblüfft über den guten Zustand von Klaus Gösweiner, der immer noch sehr schnell und mittlerweile mit einem Guthaben von fast einer Stunde unterwegs war.

„Mir war bewusst, dass es mir bis zur Hälfte der Strecke locker von der Hand gehen muss, um schlussendlich nicht in Bedrängnis zu kommen“, so Klaus Gösweiner, der beim Wendepunkt mental noch immer extrem stark wirkte. „Beim zweiten Anstieg zurück auf die Reiteralm wurde mir klar, dass, wenn es so weiterläuft, fast nichts mehr schiefgehen kann“. Wie schnell sich das Blatt wendet, zeigte sich am Weg von der Reiteralm runter zum 5. Talpunkt nach Pichl. An einer sehr engen und wurzeligen Waldpassage knickte sein ohnehin etwas lädiertes Sprunggelenk zum Schrecken seines 25-köpfigen Teams nach außen weg. Nach einer schnellen Diagnose und gezielten Schmerzmedikation durch sein Ärzteteam konnte Klaus Gösweiner bestens versorgt weitermachen.

Bei der 12.000 Höhenmeter Marke war das Tempo immer noch ähnlich hoch wie zu Beginn. Dass es ihm weiterhin möglich war sich mit seinen Begleitern auszutauschen, war ein Zeichen seiner guten mentalen Verfassung. Die Koordination der Beine leidet bei solchen Langzeitbelastungen und nimmt naturgemäß ab: Nachdem das Sprunggelenk etwas angeschlagen und bereits mit Tapes stabilisiert war, versuchte der Ultra Trail Läufer bei den Passagen bergab besonders fokussiert zu bleiben.



Ab Pichl stieß der Ramsauer Elmar Tritscher zur Gruppe, der ihn über den Hochwurzen Gipfel bis ins Zielstadion Planai begleitete. Bei toller Stimmung durch viele Freunde warteten dort bereits das ÖSV RTL-Ass Philipp Schörghofer, Paralympics Langläufer Michael Kurz und der Skibergsteiger Andreas Hofer, um erneut den steilen Zielhang mit Klaus in Angriff zu nehmen. Der Filzmooser Philipp Schörghofer war von Klaus’ Projekt angetan: „Für mich ist das heute eine ideale Ausdauereinheit, bevor es nächste Woche für drei Wochen zum Trainieren nach Argentinien geht. Generell bin ich gerne dabei, wenn es für den guten Zweck ist.“

Am Weg vom Planaigipfel zurück bis zu seinem Hausberg dem Hauser Kaibling stießen weitere Läufer und Freunde dazu, die ihn bis ins Ziel begleiten sollten. Zu diesem Zeitpunkt warteten die Besucher des Hauser Schlossplatzfestes bereits gespannt auf den Zieleinlauf. Die letzten Höhenmeter bergab verlangten Klaus nochmal höchste Konzentration ab, ehe er mehr als 1,5 Stunden vor seiner Planung ins Ziel einlief.

Eine unglaubliche Leistung: nur 16 Stunden und 20 Minuten benötigte Klaus Gösweiner für die 80 Kilometer Wegstrecke über die Schladminger 4-Berge Skischaukel. In dieser Zeit legte Klaus sagenhafte 16.320 Höhenmeter bergauf und bergab zurück und verbrauchte umgerechnet fast 13.000 Kalorien.



Überglücklich und sichtlich gezeichnet überreichte Klaus Gösweiner der Marktgemeinde Haus einen Scheck über 4.212, - EUR für den guten Zweck. Mit dieser Übergabe konnte Klaus Gösweiner seine Herzensangelegenheit und damit ein weiteres tolles Sportprojekt abschließen.


Montag, 4. August 2014

Wandertouren in Andalusien

Das spanische Festland bietet mit seinen großen Gebirgszügen eine Fülle an Outdoormöglichkeiten. Wir stellen euch heute einige schöne Touren in der Region Andalusien vor, die auch gut mit einem Badeurlaub kombiniert werden können.

© Walter Ruttinger
Die Felsformationen von El Torcal bei Antequera

Die Kalksteinformationen in diesem Nationalpark sind Pflichtprogramm für jeden Costa del Sol Urlauber. Die spektakulären und naturgeschichtlich interessanten Gebilde lassen sich leicht durchwandern. Die kleine Runde führt in 1-2 Stunden, die große in 2-3 Stunden durch das Gebiet. 




Mulhacén 3.482 m - auf den höchsten Berg des spanischen Festlands

© Walter Ruttinger
Drei verschiedene Routen führen auf den Gipfel und bieten je nach Wahl etwas für erfahrene Wanderer oder auch für Anfänger. Unterschätzen sollte man die Gipfeltour dennoch nicht. Der rasche Höhengewinn und das launige Wetter selbst im Sommer sollen Grund genug für eine genaue Tourenplanung samt guter Ausrüstung und genügend Wasserreserven sein.
Zur Tourbeschreibung


Pico de Veleta 3.396 m - ein leichter 3000er

© Walter Ruttinger
Die Wanderung auf den zweithöchsten Berg Andalusiens ist einfach und lässt sich als Tagesausflug schaffen. Die Passstraße führt bis auf 2.500 Meter, danach geht es mit Bahn und Sessellift weiter. Der Gipfelweg ist einfach, jedoch können auch noch im Sommer Schneefelder auftreten. Wegen der großen Höhe und der Exponiertheit des Gipfels sind auch hier gute Ausrüstung und stabiles Wetter erforderlich. Der Name Veleta bedeutet nicht umsonst "Wetterfahne"...
Zur Tourbeschreibung


Vielen Dank an den Autor der Touren. Mehr Wandertouren in Spanien findest du unter der Tourensuche
Hast auch du Tipps für schöne Touren in Spanien, dann hinterlasse ein Kommentar oder schreib an support@alpintouren.at

Donnerstag, 17. Juli 2014

Wanderbares Kreta

Kreta bietet als größte Insel Griechenlands nicht nur etwas für kulturbegeisterte Urlauber. Auf der gebirgigen Insel kann man wunderbar einen Badeurlaub mit interessanten Wandertouren verbinden. Top-User Roman war auf Kreta unterwegs und hat ein paar super Touren eingegeben. Sogar die bekannte Wanderung auf den Psiloritis, Kretas höchsten Berg, ist in dieser beschriebenen Variante eine einsame Bergtour fernab der Zivilisation.


Durch die Sarakina Schlucht - abenteuerliche Wandertour für Kletterbegeisterte

© Datzi
1 Std 30 Min - 300 HM

Der Weg durch die Sarakina Schlucht führt entlang des Flusses, der ja nach Jahreszeit mal mehr oder weniger Wasser führt. Deshalb sollte man ein paar trockene Socken bzw. ein zweites Paar Schuhe mitführen. Der Weg ist eine Mischung aus einfachem Gehgelände und schwierigen Kletterstellen über Felsen, die aber teilweise mit Seilen versehen sind.

Dieser Tour ist für Kinder eigentlich nicht geeignet.

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Durch die Richtis Schlucht zu einem malerischen Strand

© Datzi
2 Stunden - 360 HM

Der Weg führt durch die wunderschöne Schlucht, vorbei an Wasserfällen und mündet in einen schönen Badestrand. Obwohl mittlerweile auch eine Straße zum dem nicht mehr ganz so einsamen Strand führt, lohnt sich die Entdeckung zu Fuß.

Zur Tourbeschreibung











Von der Lasithiou Hochebene zum Afentis 

10 Stunden - 20 KM - 1.400 HM (Aufstieg) - 1.600 HM (Abstieg)
Gipfel: Afendis Ghristos (2.141m) - Dikti Ori (2.148m) - Lazaros (2.085m)

© Datzi
Einsame Tour mit Biwakoption.Diese Tour ist leicht solange man auf markierten Wegen ist. Der Übergang und Abstieg über den Lazaros ist dann weglos.

Rundtour über den Psiloritis - Auf den höchsten Berg Kretas

© Datzi
11 Stunden - 2.550 HM (Aufstieg) - 2.600 HM (Abstieg)

Diese wunderschöne und einsame Rundtour bietet wieder eine Biwakoption und führt im Abstieg, teilweise unmarkiert, vorbei an ursprünglichen Hirtenhütten 




Vielen Dank an den Autor dieser tollen Touren.
Mehr Wandertouren in Kreta findest du unter der Tourensuche - Griechenland - Kreta.
Hast auch du Tipps für schöne Touren in Griechenland, dann hinterlasse ein Kommentar oder schreib und an support@alpintouren.at