Montag, 17. Juni 2013

Alpe-Adria-Trail: Vom Großglockner bis ans Meer - Teil 2


Der Alpe-Adria-Trail  führt in Kärnten startend vom ewigen Eis des Gletschers am Fuße des Großglockners, mächtige 3.798 m hoch, über Slowenien bis an die azurblaue Adria in Italien. Das Ziel heißt Muggia, idyllisches Hafenstädtchen etwas südlich der alten k. u. k.-Stadt Triest. Kontrastreich, grenzüberschreitend und leidenschaftlich inspirierend öffnet sich ein atemberaubendes Panorama. Auf jedem einzelnen der rund 750 km, die diese Entdeckungsreise insgesamt ausmacht.

© Kärnten Werbung
Pasterze

Grenzenlos magisch
Wer das Unvergessliche sucht, wird in den drei Ländern – Kärnten, Slowenien und Italien –verknüpft mit drei Kulturen, fündig. Auf 43 Etappen, jede von ihnen mit einer Wegstrecke um die 20 km. Die persönliche Distanz bestimmt allerdings jeder selbst. Denn selbstverständlich können die Etappen auch einzeln oder variabel kombiniert bewältigt werden. Die 3-Länder-Rundtour ist eine Variante für jene, die die landschaftlichen Hochgenüsse als Kurzversion erleben möchten.

© Kärnten Werbung
Heiligenblut


Treue Begleiter

Die paradiesischen Ausblicke im „Garten Eden“ sind verlässliche Weggefährten, die wiederkehrend zum Innehalten einladen. Während herrlicher Naturschauspiele wie tosenden Wasserfällen, faszinierender, zum Teil schon seltener Tier- und Pflanzenwelt, glitzernden Seen, murmelnden Bächen und rauschenden Flüssen. Verführerisch duften die Genüsse aus der kreativen Alpen-Adria-Küche entlang der Wegstrecke. Beeinflusst von den regionalen Esskulturen dreier Länder.
© FranzGERD, Kärnten Werbung
Appriacher Stockmühlen

Gestillte Sehnsucht


Der Trail führt nach Heiligenblut, Großkirchheim und in die Künstlerstadt Gmünd. Quer über die beeindruckende Millstätter Alpe weiter nach Arriach, dem geographischen Mittelpunkt Kärntens, über die aussichtsreiche Gerlitzen Alpe, nach Velden am berühmten Wörthersee und zur Baumgartnerhöhe unweit des Faaker Sees. Auf den nächsten Etappen des Alpe-Adria-Trailsgeht es durch den Ski-Weltcup-Ort KransjkaGora, entlang der türkisgrünen Soča, quer durch den Nationalpark Triglav inmitten der geheimnisvollen Julischen Alpen, in die Weinbaugegend GoriškaBrda, und später zum Gestüt und Pferdesportzentrum Lipica. Im Weinparadies Collio überschreitet man erstmals die Grenze zu Italien und stößt westlich in die traditionsreiche Stadt Cividale del Friuli vor. Nächstes Ziel ist die raue Landschaft der Hochebene des Karst. In Duino erreicht man das Meer. Und nur ein paar Kilometer weiter ist es endgültig geschafft und das idyllische Hafenstädtchen Muggia erreicht. Alpe-Adria-Trail Angebote kann man jetzt buchen! 
©Hannes Wallner, Kärnten Werbung
Faaker See

Informationen zum Alpe-Adria-Trail
Den GPS-Track des Trails gibt´s zum Runterladen auf der Startseite.
Die Routenführung auf einen Blick: hier



Donnerstag, 13. Juni 2013

Touren mit Meerwert - Outdoorabenteuer am Wasser

Meer oder Berge? Diese Frage hat sich der eine oder andere von euch sicher schon einmal gestellt. Wie ihr beim nächsten Outdoorurlaub auf beides nicht verzichten muss, lest ihr in unserem heutigen Bericht. Denn wir haben einige Tourengebiete am Meer mal näher unter die Lupe genommen.

Skitouren in den Lyngen Alps


Norwegen ist aufgrund der wilden Landschaft und der geringen Bevölkerungsdichte sicher eines der Top-Gebiete für Outdoor-Liebhaber. Fast jeder Teil Norwegens eignet sich zum Wandern, Biken oder Campen in großartiger Umgebung. Die zahlreichen Fjorde und Flüsse laden zum Kajaken ein. Für abenteuerliche Skitouren eignet sich besonders Nordnorwegen. Die Lyngen Alps in der Nähe von Tromsø sind ein wahres Powder-Mekka. Schon die Anfahrt zu den Routen mit Boot oder Kajak lässt den Abenteuerpegel in die Höhe schießen. Die Berge sind dort vielleicht nicht gerade die höchsten, aber durch ihre Nähe zum Meer umso beeindruckender.

© Svein Petter Aagård - Visitnorway.com  

Die Lyngen Alps liegen am gleichnamigen Fjord um den 70. Breitengrad, über 300 km nördlich des Polarkreises. Obwohl hier der Skitourentourismus immer mehr zunimmt, begegnen dem Besucher unverspurte Hänge und ein beeindruckender Blick über das arktische Meer. Man ist hier oben noch weit weg von einem echten Skitourentourismus oder einem Massenansturm Marke Alpen. Zum Glück! Denn diese majestätischen, tief verschneiten Berge, das blaue Meer des Fjordes und das diffuse Sonnenlicht des Nordens machen den Reiz einer Skitour in den Lyngen Alps aus. Eine gewisse Einsamkeit gehört hier einfach dazu. Dank des Golfstroms sind die Temperaturen im Winter ähnlich wie bei uns in den Alpen. Die Hauptsaison für Skitouren konzentriert sich auf März bis Ende April bzw. Mitte Mai, wenn die Tage nach dem dunklen Winter wieder länger werden. Die Aufstiege sind zwar technisch nicht schwer, jedoch lange, da ein Gipfel mit beispielsweise nur 1.300 m direkt vom Meer begangen werden muss. In den meisten Fällen ist auch Spurarbeit zu leisten. Die Abfahrt mit Meeresblick entlohnt dann aber für den schweißtreibenden Aufstieg. Statt zum Parkplatz fährt man dann eben bis vor Zelt, Boot oder Kajak ab.

Die Lyngen Alps erreicht man am besten aus Tromsø. Von hier kann die Weiterfahrt organisiert werden. Zahlreiche Lodges stehen dem Skitourengeher zur Verfügung. Besonders Hartgesottene können natürlich auch die günstigere Variante wählen und im Zelt schlafen. Wie man es auch macht, schon allein beim Anblick des Fotos wird klar, dass ein Skitouren-Urlaub in den Lyngen Alps ewig in Erinnerung bleiben wird.


Kletterparadies Krabi


Vom hohen Norden geht es weiter nach Südostasien. Auf Unserer Reise zu faszinieren Outdoor-Gebieten am Meer machen wir Halt in Krabi, Thailand. Die Küste bei Krabi gilt Dank ihrer bizarren Kalkfelsen, die wie Nadeln aus dem Meer ragen, schon lange als Kletter-Hotspot. Ein angenehm warmes Klima, bester Kalk, türkisblaues Meer und weiße Sandstrände sind die Zutaten für einen unvergesslichen Kletteraufenthalt in Krabi. Vom Küstenort Krabi geht es mit dem Boot zu einer Halbinsel, auf der die Klettergebiete Railay Beach und Ton Sai Beach liegen. Ton Sai ist der für Backpacker und Kletterer preisgünstigere Ort mit einer relaxten Atmosphäre. Beide Klettergebiete liegen nicht weit voneinander entfernt. Man hat die Wahl zwischen einem 20 minütigen Fußmarsch oder einer kurzen Bootsfahrt. An beiden Stellen finden Kletterer zahlreiche Ein- oder Mehrseillängenrouten direkt am Meer. Der Ausblick von oben ist atemberaubend. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich im Deep Water Solo versuchen oder eine der Insel vorgelagerten Felsnadeln erklettern – die wohl bekannteste ist der Ao Nang Tower.

Alleinreisenden sei gesagt, dass sich besonders auf Ton Sai eine internationale Kletterszene trifft. Man findet also leicht einen Kletterpartner oder kann auf den Aushangtafeln am Weg zum Stand nach solchen suchen.

Die Kalkfelsen auf Ton Sai Beach
© Alpintouren


Die hohe Luftfeuchtigkeit ist allerdings eine Herausforderung beim Klettern. Reichlich Flüssigkeit und eventuell Pausen in der Mittagshitze helfen dabei. Auf den Moskitoschutz sollte man hier auch nicht vergessen. Ansonsten ist ein Kletterurlaub in Krabi eine entspannte Angelegenheit, in paradiesischer Umgebung und in den Monaten ab November eine willkommene Fluchtmöglichkeit für Wintermuffel.


Blick über Railay und Ton Sai © Alpintouren


 Kajaken und wandern am Ende der Welt


Wir reisen weiter, so ziemlich ans andere Ende der Welt. Neuseeland lässt für Outdoorabenteurer keine Wünsche offen. In diesem Land finden sich abwechslungsreiche Landschaftsformen auf kleinstem Raum. Man kann am selben Tag über den Gletscher des Mount Cook (3754 m) wandern und abends einen Sonnenuntergang am Meer genießen. Im Land der weißen Wolke, wie die Maoris ihre Heimat nennen, gibt es viele Möglichkeiten um beim Outdoorsport dem Meer ganz nahe zu kommen.

Einsame Bucht im Abel-Tasman-Nationalpark
© Alpintouren

Eine schöne Mischung bietet der Abel-Tasman-Track, der sich auf der Südinsel befindet. Der rund 50 km lange Wanderweg führt direkt entlang der Küste, vorbei an malerischen Buchten mit weißem Sandstrand, sattgrünem Regenwald und einer reichen Tierwelt. In den Buchten sind nicht selten zahlreiche Seelöwen zu sehen. Durchschnittlich 3 bis 5 Tage dauert die Wanderung, die in Nelson beginnt. Die Steigungen sind moderat, die Wege breit angelegt und gut markiert. Hier geht es auch nicht um sportliche Höhenmeter, sondern vor allem um ein Naturerlebnis inmitten einer Landschaft, die, besonders für Europäer, nicht alltäglich ist. Teilweise führt der Weg direkt am Strand entlang und man muss aufpassen, dass bestimmte Buchten genau zur Ebbe erreicht werden, da sie sonst nicht passierbar sind. Unterwegs gibt es Hütten oder Campingplätze, die aber vor allem in der Hauptsaison vorab gebucht werden müssen.

Eine abenteuerliche Variante des Tracks ist die Befahrung mit dem Seekajak. Die Wasserwege entlang der Küste sind nach einem Probetag mit etwas Geschick und Armkraft durchaus zu bewältigen. So hat man auch noch die Möglichkeit die vorgelagerten kleinen Inseln zu besuchen, auf denen sich zahlreiche Seelöwen tummeln. Zum Übernachten paddelt man an den Strand und hat dort die Möglichkeit zu campen oder die nächste Hütte zu erreichen. Wer keine Zeit für den gesamten Track hat, sollte zumindest eine Tagestour einplanen um diese herrliche Landschaft nicht zu verpassen.


Wer von euch schon in diesen Regionen war und Tourentipps hat, kann uns gerne schreiben, Touren auf alpintouren.com eintragen oder einen Kommentar hinterlassen. Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte.





Dienstag, 4. Juni 2013

Das Alpintouren-Klettersteig-Rätsel

Mach mit bei unserem Tourenrätsel und gewinne einen Klettersteigführer!


Das Gewinnspiel ist beendet. Vielen Dank für eure zahlreichen Einsendungen! Der oder die GewinnerIn wird in Kürze per Mail verständigt.
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In unserem Tourenrätsel sind wir auf der Suche nach einer Klettersteigtour, die es bereits auf alpintouren.com gibt. Beachte unsere Hinweise, mach dich auf die Suche in der Tourendatenbank
auf alpintouren.com und schick uns deine Antwort über das Teilnahme-Formular.

Teilnahmeschluss ist der 12.06.2013

Die Gewinnfragen:
Wie heißt der Klettersteig und wo liegt er? Wie lautet die GPS-Angabe für den Längengrad?


Zum Antwort-Formular


Hier einige Hinweise für die Suche

Der Klettersteig, den wir suchen, hat folgende Merkmale:
  • Er liegt im flächenmäßig 2. größten Bundesland Österreichs 
  • Die Schwierigkeitsbewertung liegt im Bereich mittel bis schwer (B, C, D)
  • Die Einstiegshöhe beträgt 1.740 
  • Der Klettersteig liegt am größten Seenhochplateau Mitteleuropas
  • Der Gipfel liegt auf 1.984 Meter 
  • Das Gestein ist Kalk
  • Die GPS-Angabe findest du in den Tourdaten in der Detailansicht
  • Blick vom Klettersteig:


Schick uns deinen Lösungsvorschlag hier über das Antwort-Formular.



Unter den richtigen Antworten verlosen wir einen Schall-Klettersteigatlas für ganz Österreich.

Alle lohnenden Klettersteige - von leicht bis extrem schwierig & interessante gesicherte Steige & Überschreitungen - in einem Band! Mit 580 Seiten der bisher umfangreichste Klettersteigführer über die Klettersteige in Österreich. Im praktischen , stabilen und bewährten 4-Loch-Ringbuchsystem - mit einzelnen Tourenblättern zum Herausnehmen u. Mitnehmen auf Tour (inkl. robuster Klarsicht-Schutzhülle zum Einlegen der Tourenblätter)

4. Auflage Ende Mai 2011; 580 Seiten, ca. 1.000 Farbfotos, Ringbuch-System.
VK-Preis Euro 39,50



Teilnahmeberechtigt sind nur Privatpersonen. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird nach Ablauf der Teilnahmefrist per E-Mail verständigt.

Wir wünschen euch viel Glück und freuen uns auf eure Zusendungen!!!


Sonntag, 2. Juni 2013

Aktuelle Meldung: MTB-Marathon Tegernsee abgesagt!

Aufgrund der heftigen Regenfälle der letzten Tage, musste das 10. MTB-Festival Tegernsee leider abgesagt werden. Einzelne überschwemmte Straßen behindern die Zufahrt und machen eine Durchführung unmöglich.
Weitere Infos findet ihr auf der Homepage der Veranstaltung hier.


Montag, 27. Mai 2013

Bergtouren mit Hunden im Sommer

alpintouren.com ist auf den Hund gekommen. Bergtouren mit Hunden können doch nur Vorteile haben: der herrliche Auslauf und die Natur sorgen dafür, dass sich die Vierbeiner so richtig austoben können, oder?
Was man bei Touren mit Hunden alles beachten sollte, erzählt heute unser Gastautor Andreas Koller, der leidenschaftlich gerne in Begleitung seiner Hundedame am Berg unterwegs ist. 

Unterwegs mit Hunden im Sommer

von Andreas Koller

Als ich – durch verschiedene Umstände – auf meine Hundedame Carla kam, dachte ich, dass ich mein Leben komplett umstellen, meine Bergtouren einschränken und umändern müsste. Dennoch begann ich mit Carla Touren zu gehen, obwohl ich anfangs nicht wusste, was da auf mich zukam. Umso mehr als Carla nicht so einfach zu führen war – wenn man ihr Vorleben bedenkt: mit einem Jahr Junge auf einem bulgarischen Bauernhof, dann auf der Straße ausgesetzt, durchgekämpft, wieder zurück gefunden, dann in eine bulgarische Hundetötungsstation abgeschoben, im letzten Moment nach Österreich gerettet.

Kurz: Jetzt bin ich froh, dass meine Terriermischlingshundedame bei mir ist, ist sie doch eine treue Bergkameradin auf vier Pfoten geworden. Natürlich musste ich selbst erst in die Rolle des Rudelführers hineinwachsen, lernte selbst erst mit einem Hund eine Tour zu planen und durchzuführen. Dabei half mir der Hundeschweiger Bernhard Kainz ( www.hundeschweiger.at ) sehr mit seinem ganz natürlichen Ansatz, bei dem eigentlich mehr der Mensch als Hundeführer zu lernen hat als der Hund selbst, der sich dann auf den Rudelführer ohnehin einstellt und wirklich Hunzi sein darf, ohne Verantwortung, ohne Stress. So funktionieren auch die Touren viel leichter und Mensch und Hund können sich über gelungene Naturerlebnisse freuen. Ebenso geholfen haben uns das Praxisseminar bei Bernhard Kainz, der einige davon im Jahr anbietet (z.B. in Groß Schweinbarth/Niederösterreich oder Soboth/Steiermark).

Auf dem Kerschkern
© Andreas Koller
Trotzdem bleiben einige Entscheidungen beim Rudelführer, bevor man eine Tour startet. Erstens muss man sich im Klaren sein, dass für einen Hund eine Bergtour immer noch ein Jagdausflug ist und kein Gipfelsturm. Meiner Carla ist es z.B. vollkommen egal, ob sie im Gipfelbuch steht oder nicht. Umso interessanter ist das Herumschnüffeln, die Bewegung, das Erlebte. Sie schaut in die Ferne, weil man da etwa andere Tiere, ein interessantes Ziel entdecken könnte, nicht, um die Aussicht zu genießen. Fotografieren ist ihr genauso total egal, obwohl sie mittlerweile doch schon gelernt hat, dass Herrli da immer mit dem komischen Gerät herumtut, sie posen muss und in die Kamera schauen sollte – gelingt nicht immer.

Tourenplanung mit Hunden

Mein erstes Problem war die Planung der Unternehmung. Was kann ich dem Hund zumuten? Ist er schwindelfrei? Welche Höhe verträgt er? Was, wenn da leichte Kletterstellen zu überwinden sind, etwa Felsblöcke? Was passiert, wenn das Gelände ausgesetzt wird?

Zur Beantwortung aller Fragen: Meine Terriermischlingsdame hat eine Schulterhöhe von nicht ganz 50cm und ist – wie es sich für einen Terrier gehört - sehr stabil und mit Kraft strotzendem Körperbau ausgestattet. Um die oben aufgeworfenen Fragen kurz zu beantworten: alles kein Problem! Ich unternahm mit ihr eine lange Tour auf den Kerschkern, wobei wir insgesamt 1500Hm abspulten. Carla hatte kein Problem mit dem gewaltigen Höhenunterschied. Sie wurde zwar müder, dafür trabte sie mir dann immer dicht an den Fersen nach. Nach einem Nickerchen in der Herbstsonne am Gipfel war sie wieder voller Tatendrang.

Über Felsblöcke am Kettentalkogel
© Andreas Koller

Dann machten wir eine Tour zum Kettentalkogel, wobei der Gipfelanstieg unmarkiert ist und über große Blöcke führte. Für einen Menschen nicht wirklich ein immenses Problem, Carla dachte zuerst, da ginge es nicht weiter, sie müsse umdrehen. Aber siehe da, als ich auf den Felsen stieg, folgte sie mir total geschickt, nutzte eine kleine Nische aus und war im Nu am Felsblock. Beim Rückweg musste ich ihr die Idealroute gar nicht mehr zeigen. Da sowohl bei dieser Bergtour auch ein paar Gratstellen zu bewältigen waren, wusste ich nun, das Schwindelfreiheit und Trittsicherheit für einen Hund im Normalfall kein Problem darstellte.

Ebenso wollte ich herausfinden, ob die Höhe meiner Carla irgendetwas ausmachte. Daher nahm ich sie auf ihren ersten 3000er mit: den Igl Compass im Schweizer Graubünden. Man kann es ahnen: auch kein Problem.
Blick auf den NO-Grat zum Igl Compass
© Andreas Koller

Die Ausrüstungsfrage

Was schleppe ich alles am Berg mit, wenn ich mit Carla unterwegs bin. Grundsätzlich einmal die eigenen Sachen, zusätzlich ein paar Dinge für den Hund. Da wäre z.B. eine spezielle Wasserflasche mit einer aufklappbaren Schüssel. Zwischendurch stärkt sich Carla natürlich auch an Gebirgsbächen. Natürlich darf ein Futter (etwa in Form von Leckerlis oder Trockenfutter) nicht fehlen. Bei unseren Pausen (für den Hund: Jagdpausen) hatte ich früher für mich alleine immer einen köstlichen Apfel. Mittlerweile muss ich diesen mit Carla teilen. Für sie extra einen mitzunehmen bringt nichts, denn den schaut sie nicht an. Dafür ist meiner umso interessanter, wobei sie nur das Fruchtfleisch mag. Als Rudelführer gebe ich ihr hie und da ein Stück Fruchtfleisch, indem ich dieses abbeiße und hinwerfe. Natürlich kann man auch den Hund dessen Nahrung, Wasser usw. tragen lassen.

Der Rucksack für den Hund
© Andreas Koller

Es gibt ganz praktische Seitentaschen für Bergsteigerhunde. Ich verwende diese zwar nicht immer, aber im Großen und Ganzen hat das einen guten Effekt, weil Hund etwas zum Gelingen der Tour beitragen muss. Auf der Hirschwand im Dunkelsteiner Wald hatte Carla ihren „Rucksack“ dabei. Außerdem ist aus Sicherheitsgründen immer ein Beißkorb im Rucksack dabei – der findet aber nur in brenzligen Situation oder Notfällen Verwendung (z.B. wenn Hund sich anschickt zu jagen oder auf Konfrontation mit anderen Hunden geht oder etwa auf andere Wanderer hinschnappt). Ich brauchte den Beißkorb noch nie!

Ein weiteres Thema ist der Gebrauch einer Leine. Zuerst muss man sich entscheiden, ob man den Hund vollkommen frei laufen lässt, was durchaus möglich ist, wenn die Bindung Hund – Mensch sehr tief ist und wenn Mensch wirklich Rudelführer ist und jederzeit Einfluss auf Hund hat. Aber wer hat das schon!?! An der kurzen Leine führe ich Carla bei Bergtouren nie, das ist nicht Sinn der Sache. Um trotzdem Kontrolle über sie zu haben (falls etwa der Jagdtrieb durchbricht), verwende ich fast immer eine Schleppleine (manchmal 10m, manchmal 20m). Diese hat den Sinn, dass ich – auch wenn sich der Hund 10 oder 20m wegbewegt – immer noch Einfluss auf dessen verhalten habe (kann im Notfall auf die Leine steigen, und ein Jäger kann auch nichts sagen, weil ich den Hund unter meinem Einfluss habe). Die Schleppleine schleppt – wie der Name schon andeutet – der Hund hinten nach. Überquere ich eine Viehweide (Anleinpflicht für Hunde!), nehme ich die Leine kurz, Carla geht neben mir bei meinem Knie, der Rest der Leine schleift nach und stört nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund mehr arbeiten muss mit einer Schleppleine und dass ich Carla stoppen und zum Posen bringen kann, wenn ich mit ihr eine Foto machen will. Die Schleppleine wird entweder am Halsband angebracht wie bei unserer Tour auf den Pfannock – hier hat Carla auch nur die 10m-Schleppleine – oder am Brustgeschirr eingehängt. Eigentlich bevorzuge ich letztere Methode, denn wenn sie abzischen will und ich auf die Leine steige, dann wird sie im Brustkorbbereich abgebremst. Das Halsband könnte eventuell auf den Kehlkopf drücken – und Carla kann sehr schnell unterwegs sein.

Die Schleppleine wird am Halsband befestigt ...
© Andreas Koller

Bei der Tour von der Karneralm im Lungau auf den Feldernock sieht man, wie die 10m-Leine im Brustgeschirr eingehängt ist. Bei der Tour über den Wechsel verwendete ich Brustgeschirr + 20m-Schleppleine. Bei der Hochwechselüberquerung hatten wir noch ein weiteres schönes Erfolgserlebnis (also eigentlich Carla mehr als ich). Wir kamen zu einem Weiderost. Wie gewohnt ging ich, ohne zu zögern, drüber, Carla stoppte. Ich zeigte ihr die Umgehung und sie folge mir. Beim Abstieg, als wir wieder zur selben Stelle kamen, wollte mir meine Hundedame nicht bei der Umgehung folgen, sondern wagte sich über die die Eisenstangen. Als sie die „Überschreitung“ erfolgreich bestanden hatte, hat man richtig den Stolz in ihren Augen.

... oder am Brustgeschirr
© Andreas Koller

Tierische Begegnungen im Gelände

Der letzte Punkt, der mich anfangs noch beschäftigt hat, ist die Begegnung mit anderen Tieren wie Weidevieh, Wildtiere oder andere Menschen bzw. Wanderer. Wenn man den Hund bei den üblichen Gassi-Runden unter Kontrolle hat, so wird man auch hier kaum Probleme haben. Die Begegnung mit anderen Wanderern stellt für Carla überhaupt kein Problem dar – außer wenn anderer Mensch etwas Essbares aus dem Rucksack auspackt. Dann wird mit den süßesten Augen gebettelt, dass es Herrli schon höchst peinlich ist. Bei der Begegnung mit anderen Hunden verhält es sich so wie bei den Gassi-Runden. Ich weiß z.B., dass Carla es nicht wirklich schätzt, wenn ihr ein anderer Hund zu stürmisch zu nahe kommt. Mit der Schleppleine habe ich hier die Möglichkeit, Carla zu kontrollieren, sie kurz zu nehmen, eventuell – falls es notwendig ist – den anderen Hund abzudrängen oder einzubremsen. Bei unseren ersten Touren hatte Carla sichtbar große Angst vor diesen großen Hunden – wir Menschen nennen diese Tiere Kühe. Auch hier half mir die Schleppleine, denn ich nahm Carla kurz und führte sie in einem Bogen um die Kühe. Meine Hundedame fühlte sich sicher und ging brav mit. Mittlerweise sind wir auch an diese gefleckten oder nicht gefleckten Riesenviecher gewöhnt, selbst wenn sie lange Hörner haben und aus Schottland stammen.
Schnüffeln erlaubt
© Andreas Koller

Ein eigenes Kapitel ist der Jagdtrieb, den falls alle Hunde in sich tragen. So eingespielt ich mit meiner Hundedame schon bin, ganz traue ich ihr in dieser Beziehung immer noch nicht. Bei unserer Tour über die Reisalpe beschäftigte sich Carla sehr intensiv mit Murmeltierkunde, rannte einem dieser Spezies nach und zeigte mir jede Murmeltierhöhle, was natürlich riesige Umwege zur Folge hatte. Sonst ist sie im Grunde, auch was das Jagdverhalten betrifft, sehr brav und wir hatten am Berg noch nie größere Probleme – aber trauen kann ich ihr in dieser Beziehung wirklich noch nicht 100%.

Macht man eine Ausbildung beim Hundeschweiger Bernhard Kainz ( www.hundeschweiger.at ) lernt man mit all diesen Situationen umzugehen, auch wenn man nicht immer zu 100% erfolgreich ist. Der Hund macht dem Menschen nichts zu Fleiß, er handelt ganz nach seinem Instinkt. Wenn Hund und Mensch eine enge Bindung haben und der Mensch wirklich ein Rudelführer ist, kann man mit Hunzis am Berg viel Spaß haben und erlebt die wundersamsten, erstaunlichsten und lustigsten Dinge. Zum Beispiel lieben Hunde es, sich im Kuh- oder Stierdreck oder allem, was stinkt, zu suhlen. Man kann sich nun das angenehme Duftaroma im Auto bei der Rückfahrt vorstellen! Oder wenn wir in ein Gewitter geraten wie auf der Koralpe vor kurzem. Meine liebe Hundedame suchte jeden Unterschlupf auf und erwartete, dass ich mich mit ihr in eine 70cm hohe Minihöhle zwänge. Das spielte es dann wohl doch nicht…und wir wurden beide waschelhundenass.

Abenteuer für Tier und Mensch

In jedem Fall kann ein Hund eine wirkliche Bereicherung bei den Bergtouren sein, sofern man als Team dann so eingespielt ist, dass die Unternehmung wirklich stressfrei verläuft. Sonst heißt es: Zurück zum Hundeschweiger und brav üben!

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich bei meinen Touren in Colorado/USA so viele Hundebegegnungen hatte - mit durchwegs angenehmen Hunden (die haben wohl alle beim amerikanischen Hundeflüsterer Cesar Millan trainiert) – dass es mir wirklich leid tat, meine Carla nicht dabei zu haben (wollte ihr den strapaziösen Flug mit Beruhigungsmitteln in einer kleinen Tierbox nicht antun).

Insgesamt hatten wir schon so viele schöne Erlebnisse und Touren, dass ich Carla am Berg nicht mehr missen möchte. Zum Glück habe ich auch die Möglichkeit, Carla bestens unterzubringen, wenn sie mal nicht mit kann (z.B. bei Kletter- oder Klettersteigtouren).

In diesem Sinne: Berg heil und ein dickes Wuff!
Carla & Andreas Koller


Mittwoch, 22. Mai 2013

Tegernsee: Das Mountainbike Festival am 1. und 2. Juni 2013


In knapp zwei Wochen startet am Tegernsee zum zehnten Mal das Mountainbike Festival. Am Wochenende vom 1. und 2. Juni werden 50 Aussteller, 2.700 Teilnehmer und ca. 10.000 Besucher in Rottach-Egern auf dem Sportparkplatz Birkenmoos erwartet.

Die Mountainbiker legen je nach Können zwischen 22 und 86 Kilometer und bis zu 3.288 Höhenmeter zurück. Insgesamt wird es vier Strecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad geben. Neu in diesem Jahr ist die sogenannte „Genießerstrecke“. Sie verläuft flach und kann mit E-Bikes befahren werden. Auf dieser Strecke spielt Zeit keine Rolle. Vielmehr geht es darum möglichst viele Kilometer zu sammeln.


© alpenPR

Der aktuelle Trend: Zurück zur Natur

Stefan Pratsch, Leiter der Bayerischen Staatsforsten, betont, dass er das Mountainbiken in der freien Natur rund um den Tegernsee absolut befürwortet, denn der Trend „Zurück zur Natur“ rücke den Wald in den Blickpunkt der Menschen. Pratsch ist der Meinung, dass sich Sportarten in der freien Natur – so auch das Fahren mit dem Mountainbike – stetig positiv entwickeln. Deshalb achten seine Mitarbeiter darauf, dass jeder seine Interessen am Tegernsee ausleben kann, ohne dass dabei Natur und Menschen Schaden tragen.


Das Programm des Mountainbike Festivals


Samstag, 1. Juni 2013
8-20 Uhr: Akkreditierungs-und Nachmeldemöglichkeiten
10-20 Uhr: Bike-Expo und MTB Playground
ab 12 Uhr: Start des kids on bike MTB Cup powered by Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee
ab 15 Uhr: HaibikeUphill Contest
ab 18 Uhr: Pasta-Party mit der Band Unbuttoned Heart

Sonntag, 2. Juni 2013
ab 6 Uhr: Akkreditierung und Nachmeldung Haibike MTB Marathon
ab 6 Uhr: Frühstück für alle Marathon-Fahrer, Bike-Expo, MTB Playground
8-11 Uhr: Startzeiten Haibike MTB Marathon sowie Cross Country
ab 14 Uhr: Siegerehrungen
bis 18 Uhr: After-Race-Party 

Parkmöglichkeiten 

Bisher konnten die Festivalbesucher immer die Felder um das Festivalgelände als Parkplätze nutzen. Das ist dieses Mal nicht möglich, da der Grundstückbesitzer seine Felder und Wiesen schonen möchte. Aber kein Grund zur Panik. Teilnehmer bekommen mit ihrer Anmeldebescheinigung direkt einen festen Parkplatz zugewiesen. Des Weiteren stehen alle öffentlichen Parkplätze in Rottach zur Verfügung. Damit sind auch die Parkplätze am Lidl, Bachmair-Weissach, an der Point und der Zentralparkplatz gemeint. Einweiser werden vor Ort den Verkehr koordinieren, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Ein Shuttleservice von den Parkplätzen zum Festivalgelände wird es nicht geben.

Anmeldung

Alle Infos zur Anmeldung, sowie rund um das Festival findet ihr hier. 


Der Blick nach oben

Das Wetter erinnert derzeit eher an den April, aber wir sind zuversichtlich, dass es ab Juni wieder etwas stabiler zugeht. Für das wechselhafte Wetter eignet sich am besten Outdoor-Bekleidung von Kopf bis Fuß. Somit ist man für jede Wetterlage perfekt gewappnet.Wir drücken die Daumen für gutes Wetter und wünschen allen ein tolles Mountainbike Festival 2013.

Habt ihr einen Tipp für eine tolle Mountainbike-Strecke rund um den Tegernsee? Dann tragt eure Tour doch  auf alpintouren.com ein, oder hinterlasst ein Kommentar mit euren Tipps.


Dienstag, 14. Mai 2013

Der Alpe-Adria-Trail: Vom Großglockner bis ans Meer

Der Alpe-Adria-Trail ist eine neue, abwechslungsreiche, grenzüberschreitende, rund 750 km lange Entdeckungsreise durch drei Länder – Österreich, Italien und Slowenien - und drei Kulturen. Vom Fuße des majestätischen Großglockners bis ans azurblaue Meer mit paradiesischen Ausblicken in den „Garten Eden“. Mit Ausblicken auf eine ausgewogene Mischung aus herrlichen Naturschauspielen, alpinen Wassererlebnissen und faszinierender Tier- und Pflanzenwelt. Entlang von Seen, Bächen und Flüssen bis zum Ziel, das Adria heißt.

©ZUPANC. Kärnten Werbung, Millstätter See

Vom Fuße des höchsten Berges Österreich, dem 3.798 m hohen Großglockner, bis an das Adriatische Meer. In 43 Etappen, jede von ihnen mit einer Wegstrecke um die 17 km, geht es durch Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien. Insgesamt ca. 750 km in Richtung Süden. Begleitet vom mediterranen Klima, das viele Sonnenstunden und angenehme Temperaturen verspricht. Und begleitet von eindrucksvollen Ausblicken in das Paradies von Alpen und Adria.

©Franz. Kärnten Werbung, Gerlitze

Genusswandern steht am Alpe-Adria-Trail im Vordergrund. Der Alpe-Adria-Trail verläuft vorwiegend im nicht alpinen Bereich und soweit möglich mit geringem Höhenunterschied. Die Etappen sind um die 20 km lang und erfordern eine Gehzeit von rund 6 Stunden und sind einheitlich beschildert. Jede Etappe führt entlang einer definierten Route, die in beide Richtungen begangen werden kann. Sie bietet zumindest ein attraktives kulinarisches Ausflugsziel und endet an einem Ort mit entsprechenden Nächtigungsmöglichkeiten.

Trail-Kurzvariante: 3-Länder-Rundtour

Wem der gesamte Trail zu lang ist, aber trotzdem drei Länder wandernd entdecken will, entscheidet sich am besten für die Kurzversion des Alpe-Adria-Trails: Bei der 3-Länder-Rundtour geht es in sieben Tagesetappen auf 130 km durch Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien. Gestartet wird in Kärnten auf der Baumgartner Höhe beim Faaker See, weiter geht es nach Warmbad Villach, Nötsch und Feistritz, bevor Italien mit dem Kanaltal und den Orten Valbruna und der Einkaufsstadt Tarvis erreicht wird. Nach dem berühmten Wallfahrtsort Monte Santo di Lussari (Luschariberg), den Laghi die Fusine und vorbei am Fuße eines der höchsten Berge der Julischen Alpen, dem Mangart, erreichen die Wanderer Slowenien mit dem international bekannten Wintersportort Kranjska Gora, bevor man wieder zum Ausgangspunkt in Kärnten zurückkehrt.

©Franz. Kärnten Werbung, Nockberge

Informationen zum Alpe-Adria-Trail

Den GPS-Track des Trails gibt´s zum Runterladen auf der Startseite.
Die Routenführung auf einen Blick: hier
Wer sich nicht auf eigene Faust auf den Weg machen möchte, kann die buchbaren Angeboten nutzen.

Seid ihr den Trail oder ein Teilstück schon einmal gegangen? Wenn ja, dann schreibt uns doch eure Erlebnisse. Wir freuen uns auf eure Kommentare!