Montag, 31. Oktober 2016

Im Land der Inkas und Sechstausender/Im Süden Perus - von Andreas Koller

Peru übt auf Europäer eine Faszination aus. Das Land südlich des Äquators bietet neben kulturellen Highlights auch jede Menge 6000er, die mehr oder weniger schwierig zu besteigen sind. Mit fast 1.3 Millionen Quadratkilometern Fläche ist Peru auch nicht gerade klein, was bewirkt, dass man sich unweigerlich auf eine Region konzentrieren muss. Während der höchste Gipfel des Andenstaates, der Huascaran Sur, mit seinen 6768m in der Cordillera Blanca in der Nordhälfte des Landes liegt, punktet der südliche Teil mit Macchu Pichu, Cusco, Arequipa, dem Titicacasee, dem Colca Canyon inklusive der Kondore, Lamas, Alpakas, Vicunas und den 6000ern der Cordillera Volcanica. Diese ragen als mächtige Gipfel sehr frei stehend empor und bieten – nach langen, anstrengenden Aufstiegen – Ausblicke wie aus dem Flugzeug. 


© Andreas Koller

Eine Reise in den Süden Perus beginnt zuerst einmal mit einem ermüdenden Flug nach Südamerika, oft via Madrid und Lima, der peruanischen Hauptstadt, an die gewünschte Destination. Im Normalfall sind das die Städte Cusco oder Arequipa, die beide einen internationalen Flughafen aufweisen. Da man sich zumindest einmal in Cusco schon auf weit über 3000m befindet, ist zuerst einmal ein ordentliches Kulturprogramm angesagt, um sich so gut akklimatisieren zu können. Tambomachay, Pukapukara, Quenqo und Saqsaywaman – allesamt Inka-Kulturstätten – liegen in unmittelbarer Nähe der einstigen Inka-Hauptstadt Cusco und können leicht per Taxi erreicht werden. Dabei befindet man sich schon nahe an der 4000er-Grenze. Natürlich sollte ein Ausflug ins Valle Sagrado und nach Macchu Picchu nicht fehlen, wobei die letztere Destination ohnehin ein Must-see ist und als UNESCO Weltkulturerbe so viele Postkarten und Bildbände ziert. In Macchu Pichu bieten sich sogar zwei Gipfel zur Besteigung an: der Montana Picchu (3100m) und der fotogene Wayanapicchu (2682m). Für beide Besteigungen benötigt man ein kostenpflichtiges Permit, das rechtzeitig beantragt werden muss. Dann wird einem eine Aufstiegszeit zugeordnet, zu der man sich beim Checkpoint einfinden muss. Nicht gerade das Gelbe vom Ei für einen freiheitsliebenden Bergsteiger. Andererseits wird einem von den Gipfeln ein großartiges Panorama geboten. Der Wayanapicchu verspricht dann sogar noch einen spannenden Aufstieg auf einem gesicherten Steig, über den allerdings auch Sandalenträger unter Schweißausbrüchen emporklettern. Denn es kann nicht nur sehr heiß werden – selbst im peruanischen Winter – sondern auch ob des steilen und manchmal durchaus exponierten Aufstiegs. Die Nähe des peruanischen Tieflandes bemerkt man tatsächlich am durchgeschwitzten Funktions-T-Shirt.

© Andreas Koller
Wer im Süden Perus unterwegs ist, wird auch die lange Fahrt über den Altiplano über sich ergehen lassen, zumal viele Stopps durchaus Abwechslung bringen. So kann man zahlreiche Berggipfel – alle jenseits der 5000er-Marke – bewundern, Land und Leute kennenlernen und eine herb schöne Landschaft bewundern, die es in Europa in der Art einfach nicht gibt. Ziel der Durchquerung des Altiplano sollte dann Puno, die Großstadt am Titicacasee, sein. Wunderschön eingebettet in einem Kessel, zum See hin offen, kann man hier echtes peruanisches Andenflair genießen. Auf keinen Fall sollte man die kurze Bootsfahrt zu den schwimmenden Inseln der Uros versäumen. Man wird als Europäer staunen, wie und unter welchen Bedingungen man hier leben kann.

© Andreas Koller
Die Reise geht dann weiter nach Westen, nach Chivay, Ausgangspunkt für Ausflüge in den Colca Canyon. Da heißt es dann, zeitig aufstehen, denn die Kondore nehmen bei ihren „Flugvorführungen“ keine Rücksicht auf Langschläfer. Übrigens: Einen Kondor im Flug mit der Camera einzufangen ist gar nicht so einfach, wie man glauben könnte. Aber nicht nur der Kondore wegen ist ds Colcatal eine Reise wert, ebenso gibt es zahlreiche Wanderrouten, die einladen, sich mit der einen oder anderen Tour für die großen Gipfel einzugehen. Zur Erholung stehen Thermalquellen zur Verfügung. 

Über das Mirador de los Volcanes, immerhin 4910m hoch gelegen und damit 100m höher als der Montblanc, geht es nach Arequipa. Hat man schon vom Mirador aus die großen 6000er in der Ferne gesehen, so ist man jetzt zumindest dem Chachani (6075m) sehr nahe.

© Andreas Koller
 Arequipa, dessen Zentrum im Jahr 2000 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden ist, liegt auf 2300m, umgeben von drei großen Vulkanen. Etwas entfernter und als langgezogenes Massiv erkennbar ist der Picchu Picchu (5665m). Als Hausberg gilt der Misti mit seinen 5822m – übrigens auch ein begehrtes Gipfelziel. Und als höchster naher Gipfel ragt der Chachani stolze 6075m empor. Weil er so beeindruckend von der Stadt her aussieht und er ein eindrucksvoller 6000er ist, wird er wohl am häufigsten bestiegen. Misti und Chachani werden auch im Stadtzentrum bei jeder Agentur an jedem Eck angeboten, meist als 2- bis 3-Tagestouren. Weniger oft stehen der Ampato (6288m) und der Coropuna (6425m) am Programm. Das mag an der weiteren Anreise, aber auch an den größeren Mühen und Gefahren der Berge liegen. 

Am einfachsten ist es, eine organisierte Bergreise schon von Europa aus zu buchen. Damit hat man dann auch gleich die gesamte Logistik mit eingekauft, was sich in jedem Fall auszahlt, weil man die eigenen Nerven schont und sich die zeitaufwändige Organisation vor Ort erspart. Alleine die Anreisen zu den diversen Ausgangspunkten für Chachani, Ampato und Coropuna sind nur mit Geländefahrzeugen (4WD) und ortskundigen Fahrern zu bewältigen. 

Bevor man auf Gipfeljagd geht oder zwischendurch, wenn man einen Erholungstag einlegt, sollte man tatsächlich die Altstadt von Arequipa aufsuchen. Die Fußgängerzone um den Hauptplatz lädt mit vielen Lokalen zu einer kulinarischen Reise durch die peruanischen Küche ein. 

Sehenswürdigkeiten neben dem Hauptplatz sind das Kloster Santa Catalina, der Markt sowie die Gletschermumie Juanita im Museo Santuarios Andinos. Die Mumie des bei seinem Tode etwa 13- bis 14-jährigen Inkamädchens wurde am Ampato im Krater anno 1995 bei einer Expedition des amerikanischen Archeologen Joahn Reinhard gefunden. Juanita war ein Menschenopfer der Inkas an den Nevado Ampato, der dem Glauben der Inkas nach über die Wasserversorgung und die Ernte herrschte.

© Andreas Koller
Der erste 6000er, den man nach ausreichender Akklimatisation in Angriff nimmt, ist in der Regel der Nevado Chachani (6075m). Dazu lässt man sich zum Basecamp auf 4950m an der Nordseite des Massivs bringen. Wer will, kann dann noch zum High Camp auf 5300m aufsteigen und erspart sich somit ca. 1:30 Stunden für den Gipfelsturm. Der Nachteil dabei ist, dass man Zelte und Verpflegung ins Hochlager bringen muss. Und bei rechtzeitigem Aufbruch und guter Kondition ist der Chachani auch vom Basislager aus machbar. Um ein Uhr in der Nacht ist Aufbruchszeit, die Stirnlampe wird eingeschaltet und der erste Abschnitt beginnt. Bis zum Hochlager gibt es weder große technische Probleme noch steilere Abschnitte. Höchstens ein Blockfeld bei der langen Querung zum Hochlager kann an den Nerven zerren. Technisch immer einfach, fast schon ein Wanderberg, wären da nicht die großen Höhen zu bewältigen, geht es dann steiler hinauf bis zum Kraterrand des Vulkans. Inzwischen ist auch die Sonne aufgegangen, so dass man die letzten Höhenmeter dann doch gerne abspult. Die Aussicht ist grandios – wie aus einem Flugzeug. Unter einem die Stadt Arequipa, in der Ferne der Ampato und der Coropuna. Trotz aller Gipfelfreuden muss man beizeiten an den Abstieg denken, der jedoch dank des Lavasands recht schnell durchführbar ist. Ein wunderschöner Gipfeltag geht mit tollen Eindrücken zu Ende. 

Der zweite und schon deutlich anspruchsvollere 6000er ist der Ampato (6288m), vor allem berühmt durch den Fund der Gletschermumie Juanita. Auch hier geht es wieder mit dem Geländefahrzeug bis ins Basecamp auf 5200m. Anders als beim Chachani müssen diesmal Steigeisen, Pickel, Gurt, Seil eingepackt werden. Aufbruchszeit ist wieder um ein Uhr nachts. Nach kurzem, einfachem Anstieg erreicht man die ersten Steilstufen, bald das äußerst lästige Büßereis (penitentes), das mit bis zu 2m tiefen Spalten und Furchen aufwartet. Vor einer steileren Eisrinne werden die Steigeisen angelegt, dann wird auf dem Gletscher angestiegen. Und es gibt Spalten hier, auch wenn der Gletscher eher sanft aussieht. Hat man den großen Krater erreicht, erblickt man schon den Gipfel am Kraterrand. Von der flachen Querung zum Gipfelhang darf man sich nicht täuschen lassen, denn die letzten 100 Höhenmeter steilen gewaltig auf. Die letzte Seillänge – wobei man auch hier zumindest im Aufstieg üblicherweise ohne Seil geht – weist eine Steigung von 50° auf, was im Abstieg noch eindrucksvoller erlebt wird. Nach den Mühen kann man auch am Ampato die wunderbare Aussicht genießen. Hat man beim nächtlichen Aufstieg die Lichter der Millionenstadt Arequipa gesehen, bewundert man jetzt den ganz nahen und eine Rauchsäule ausstoßenden Nachbarvulkan Sabancaya (5976m). Auch der Chachani sowie der Coropuna sind im Blickfeld. Nach geglücktem Abstieg kann man dann die nächste tolle 6000er-Tour Revue passieren lassen. 

Für dreimal 6000 fehlt noch ein Gipfelziel. Also warum nicht gleich der höchste Berg der Region Arequipa: der Coropuna (6425m). Für peruanische Verhältnisse ist die Anreise von vier Stunden quasi ein Katzensprung. Erst für die letzten Höhenmeter benötigt man Geländefahrzeuge (4WD), die einen dann noch – je nach Schneelage – auf 5100m bringen können. Anders als bei Chachani und Ampato wird der Coropuna nicht direkt vom Basislager aus bestiegen. So steigt man noch am Anreisetag die 2:30 Stunden zum Hochlager auf 5550m auf. Die folgende Nacht gestaltet sich sehr kurz, der Schlaf ist leicht, wird immer wieder unterbrochen, der Körper arbeitet spürbar in dieser Höhe. Man ist direkt froh, dass es um spätestens ein Uhr wieder losgeht. Und zwar recht mühsam durch grobes Blockwerk, das immer steiler wird. Dabei nutzen wir eine Rampe zwischen zwei Gletscherzungen aus. Erfreulicherweise geht beim Übergang zum Gletscher die Sonne auf. Dennoch ist es beim Anlegen der Steigeisen verdammt kalt, der Firn knirscht unter den Zacken. Ausgerüstet mit Steigeisen und Pickel und ordnungsgemäß angeseilt wird die bis zu 50° steile Eisflanke bezwungen und das weite Gipfeldach erreicht. Klarerweise wähnt man sich bereits am Ziel, doch es ist noch weit zum höchsten Punkt. Erstaunlich weitläufig ist das Gipfelplateau, man könnte sich direkt verlaufen – was bei Nebel gar nicht so unwahrscheinlich ist – oder ein Fußballmatch veranstalten. Lieber jedoch lässt man die Eindrücke und Ausblicke auf sich wirken. Wieder haben in der Nacht die Lichter Arequipas Eindruck gemacht, jetzt, am Gipfel, ist es der mächtige Eispanzer, der nahe und abweisende Solimana (6093m) sowie neuerlich Ampato und Chachani. Warum der Gipfelsieg Gipfelsieg heißt, fragt man sich auch am Coropuna, denn noch hat man nichts gewonnen und erst die erste Halbzeit absolviert. Also erst die Hälfte der Tour hinter sich. Denn auch der Abstieg zieht sich und erst jetzt erkennt man die Steilheit des Eises und die Abschüssigkeit des Geländes. Im Hochlager glücklich und heil angekommen, wartet schon eine köstliche Suppe. Außerdem kann man sich für kurze Zeit ausruhen, vielleicht gar schlafen, ehe es an den restlichen Abstieg zum eigentlichen Ausgangspunkt geht.

© Andreas Koller
Drei Sechstausender mit zunehmenden Schwierigkeiten und Höhen haben mächtige Eindrücke hinterlassen und tolle Bergerlebnisse beschert. Eine Kombination von Kulturprogramm und Bergtouren lockert alle Unternehmungen auf, und man kann mit fantastischen Erinnerungen nach Europa und in die heimischen Berge zurückkehren.

Weitere Touren auf Alpintouren.at!

Freitag, 16. September 2016

Mittwoch, 23. März 2016

Tourentipp: Wachauer Wanderung auf die Buschandlwand (741 m)

© Andreas Koller
Zu Frühlingsbeginn möchte ich euch eine Wanderung in der Wachau als Tourentipp präsentieren. Diese Wandertour unterscheidet sich von anderen, weil einige Top-User gerade unser neues Karten-Zeichentool testen und dadurch die Touren noch genauer beschrieben werden. Dabei werden mehrere Dateien automatisch angelegt, wie zB die Höhenprofil-Karte und der gpx-Track.
Bald wird diese Funktion für alle Alpintouren-Nutzer freigeschalten.


© Andreas Koller

Bei der für Familien und Kinderwagen geeigneten Wanderung in der Wachau handelt sich um eine schöne, stets unschwierige Tour in romantischer Landschaft. Start ist in St. Michael, von dort geht es über Bahngleise dem Steig (Nr. 14) über den Michaeler Berg. Der Blick auf die nahe Donau ist faszinierend, von der Josef-Gruber-Warte auf der Buschandlwand ist der Strom schon ein wenig entfernt.
Bei der Tour wird der Rückweg über das Mieslingtal beschrieben, weil der Erholungsort Spitz mit seinen Rennaissance- und Barockhäusern einen Besichtigung wert ist!

© Andreas Koller
Tourdaten:
http://www.alpintouren.com/de/touren/wandern/tourbeschreibung/tourdaten_28879.html

Gehzeit: 3 Std 45 min

Gipfel: Buschandlwand, 741m

Höhenmeter Auf-/Abstieg: 600 HM


Freitag, 11. März 2016

Tourentipp: Über die Zisterbergalm aufs Sattelköpfel

© Manfred Karl
Beim vorletzten Tourentipp wurde die beliebteste Skitour im Monat Jänner auf das Wieserhörndl präsentiert. In dieser Woche setzen wir den Tourentipp in der wald- und almenreichen Osterhorngruppe fort. Der Ausgangspunkt der Tour ist beim Parkplatz 2 der Skilifte am Wieserhörndl.


© Manfred Karl




Sowohl das Sattelköpfel als auch die Schmittenstein Ostgratschulter bieten kurze, teilweise steile Abfahrten. Um die etwas versteckt liegenden Hänge überhaupt zu erreichen, muss man zu Beginn der Tour eine kleine Abfahrt in Kauf nehmen und dann noch einen ungefähr 2 km langen Forststraßenzustieg.
Eine einigermaßen hohe Schneelage ist notwendig, ebenso sollten lawinensichere Verhältnisse herrschen.

© Manfred Karl
Informationen zur Tour:
http://www.alpintouren.com/de/touren/ski/tourbeschreibung/tourdaten_28857.html

Höhenmeter Auf-/Abstieg: 1.060 HM

Gehzeit: 4 Stunden

Gipfel: Sattelköpfel, 1.478 m


Die aktuelle Gefahrensituationen sind von den Sportbegeisterten selbst einzuschätzen - über aktuelle Lawinenwarnungen informiert www.lawine.at.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Tourentipp: Touren im Dachsteingebirge

Das Dachsteingebirge ist umgeben vom Tennengebirge im Westen, vom Ennstal im Süden bzw. Südosten und vom Salzkammergut im Norden. Das attraktive Weltnaturerbe lädt ein zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten - Wandern, Skitouren und Montainbiken sind nur einige Möglichkeiten.

Auf alpintouren.com sind etliche Touren - im Dachsteingebiet zu finden - in diesem Tourentipp stellen wir euch ein paar Touren für den Winter vor:

Großer Donnerkogel über die Westliche Sulzengrießen (Skitour)
Im späteren Frühjahr startet man die Tour nach der Talstation Dachstein West, links aufwärts bei der ehemaligen Volksschule Gugg. Die Tour führt entlang der Skipiste bis ungefähr auf eine Höhe von 1050 m. Bevor sich die Piste nach links wendet, verlässt man diese und quert über einen Lawinenstrich nach rechts in eine gut erkennbare Mulde.
Diese geht in eine nicht sehr hohe Rinne über, die den Zugang zum unteren Sulzkar vermittelt.
Im flachen Karboden (Höhe 1560 m) wendet man sich scharf nach links und steuert
auf die Rinne zu, die rechts vom Südgrat des Großen Donnerkogels eingeschnitten ist.
Durch diese Rinne steigt man sehr steil (bis knapp 45 Grad) in die Gaißriesenscharte auf.
Neben dem Donnerkogel Südgrat zieht eine gleichmäßige Rinne in die Gaißriesenscharte hinauf, die bei Firn eine schöne Abfahrt bietet.


Höhenmeter Auf-/Abstieg: 1.210 HM
Gehzeit: 3 Std 0 Min

Weitere Skitouren:
© Christian Suschegg

Sagenumwobenes Grimmingtor (Schneeschuhtour)
Der Sage nach öffnet sich "das steinere Tor", um einer armen Witwe zu Reichtum zu verhelfen. Während sie den Schatz einpackt, schließt sich das Tor wieder. Die Witwe hat jedoch in der Eile
 ihr Kind in der Höhle vergessen. Nach einem traurigen, verzweifelten Jahr kann sie das Kind wieder glücklich in die Arme schließen.

© Christian Suschegg
Sehr schöne, aussichtsreiche Wanderung bis zu den Felswänden auf der Südseite des Grimming.
Die gigantischen Ausmaße der Grimmingtor-Felsnische sind vom Tal aus nicht erahnbar.
Während im Tal schon der blühende Frühling eingezogen ist, gibt es beim Grimmingtor oben noch meterhohe Schneemassen

Auf der Ennstalbundesstraße B320 von Radstadt/Liezen kommend bis zur kleinen Ortschaft Espang.
Südlich der Straße gibt es neben einem Häuschen beim Bahnschranken einige Parkmöglichkeiten.

Vorsicht: Lawinengefahr und auch Steinschlag durch Sonneneinstrahlung berücksichtigen

Von der Bundesstraße geht man einige Meter N-wärts.
Die Zufahrtsstraße macht gleich danach eine Kurve nach rechts und nach ca. 50 Metern nach links abzweigen. Ab hier findet man immer wieder Markierungen und Wegschilder.

Bis zu den letzten Häusern am Waldrand, dann einer Forststraße nach rechts (Osten) in den Wald hinauf folgen. Nun geht es unschwierig den Berg hinauf, bis man bei einer Höhe von 1.103 Metern zu einer Jagdhütte gelangt.
Den Forstweg verlassen und nach rechts in den mäßig steilen Wald abzweigen.
Nach ca. 200 weiteren Höhenmetern hat man die Waldgrenze erreicht, es öffnet sich der Blick über die weitläufige von großen Felsblöcken übersäte, und von den Grimming-Südwänden abgeschlossene Jausengrube. Über die im oberen Bereich doch etwas steileren Hänge gelangt man schließlich zum Grimmingtor auf ca. 1.580 Meter Höhe.

Höhenmeter Auf-/Abfahrt: 940 HM
Gehzeit: 4 Std 30 Min

Die aktuellen Gefahrensituationen sind von den Sportbegeisterten selbst einzuschätzen - über aktuelle Lawinenwarnungen informiert www.lawine.at.


Mittwoch, 10. Februar 2016

Tourentipp: Wieserhörndl (1.567m) - die beliebteste Skitour im Monat Jänner

© Christian Streili
Bei der Auswahl für diesen Tourentipp habe ich einen Blick auf die Alpintouren-Statistiken (Hinweis: Login erforderlich) geworfen. Da es heute im Salzburger Land wieder schneit, stelle ich diesmal die beliebteste Skitour des Monats Jänner vor.

Von der Stadt Salzburg geht es über Hallein nach Gaissau. Bei der Talstation des Spielberg Sesselliftes startet die Tour. Sollte bei der Talstation zu wenig Schnee sein, kann man die Tour ca. 100 m talein von Gaissau auf der links abbiegenden Straße nach einigen Kurven bei den Bauernhöfen starten. 

© Christian Streili
Am Rand der Schipiste geht es, entlang des Sesselsliftes, bis zur Bergstation. Oberhalb bzw links der Schiabfahrten, die vom Wieserhörndl herabkommen (in nordöstlicher Richtung) weiter zum Gipfel des Wieserhörndls, 1567m.

Das Wieserhörndl gehört zur Osternhorngruppe, dem Hauptanteil der Salzburger Kalkvoralpen. Das Wieserhörndl mit einer Höhe von 1.567 m besteht aus Dachsteinkalk und Ramsaudolomit.



Weitere Informationen zur Tour:
http://www.alpintouren.com/de/touren/ski/tourbeschreibung/fotos_19757.html
© Christian Streili

Höhenmeter Aufstieg / Abfahrt:
720 HM

Gehzeit:
1 Std 25 min

Die aktuellen Gefahrensituationen sind von den Sportbegeisterten selbst einzuschätzen - über aktuelle Lawinenwarnungen informiert www.lawine.at.